2011


Seelzer Einsatzkräfte sind vorbereitet

Retter gehen von einem ruhigen Silvesterfest aus – Polizei verdoppelt vorsichtshalber die Zahl der Mitarbeiter

Morgen knallen auch in Seelze wieder die Böller, Raketen und Sektkorken. Die Leine-Zeitung hat die Retter und Ordnungshüter gefragt, wie sie sich auf den Dienst in der Silvesternacht vorbereiten. Von Gerrit Pfennig Seelze. Zum Jahreswechsel soll es etwas besonderes sein – darin sind sich die Deutschen ziemlich einig. Da wird die neueste Mode hervorgeholt, um auf einer großen Feier das neue Jahr einzuläuten. Ganz anders sieht es dagegen in der Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes in Seelze aus. „Silvester bedeutet für uns den gewohnten Dienst“, sagt der stellvertretende Wachenleiter Thomas Krüger. Vier Mitarbeiter sind morgen Nacht mit zwei Rettungswagen im Einsatz, um im Ernstfall Menschenleben retten zu können. Wie bei den normalen 24-Stunden-Schichten verbringen die Retter die Bereitschaftszeit gemeinsam. „Wir kochen und essen abends zusammen“, sagt der Rettungsassistent. Wenn dann der Pieper anschlägt, rücken die Rettungskräfte zu ganz unterschiedlichen Einsätzen aus. „Da ist auch mal ein Betrunkener dabei, aber auch Herzpatienten oder Stürze“, berichtet Krüger. Unfälle mit Feuerwerkskörpern seien dagegen seltener und endeten meistens mit kleineren Verbrennungen. Feuerwehrsprecher Jens Köhler erinnert sich ebenfalls an ruhige Silvesterfeiern in den vergangenen Jahren. „Wir hatten meist nur kleinere Brände.“ Trotzdem weist er die Feiernden auf die Gefahr der Sprengkörper hin. „Man sollte auf die Windrichtung achten, um abzuschätzen, wohin die Rakete fliegt“, betont Köhler. Zudem sei es wichtig, nur solche Feuerwerkskörper zu benutzen, die das Kennzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) tragen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute unterscheidet sich jedoch in einem Punkt vom Rettungsdienst: Sie haben keine fest geregelte Bereitschaftszeit. „Jede Ortsfeuerwehr regelt das für sich“, erläutert Köhler. So könnten die Brandbekämpfer selbst auch ein bisschen feiern – ohne Alkohol, versteht sich. Ein anderes Bild zeigt sich im Polizeikommissariat Seelze. „Wir werden die Zahl der Mitarbeiter in der Nachtschicht fast verdoppeln“, sagt Ralf Hantke, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. „Es gibt auch viele, die den Nachtdienst gern machen.“ Die Verstärkung sei jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme. „In den letzten Jahren ist nicht viel passiert.“

Leinezeitung, 30.12.2011



Rosummek: zu viele Tierrettungseinsätze

Stadtkommando der Seelzer Feuerwehr blickt auf 2011 zurück

Von Nicola Wehrbein Seelze. Von einer „auffällig hohen Zahl an Tierrettungen“ hat Jürgen Rosummek in der Stadtkommandositzung am Freitagabend in der Seelzer Feuerwache berichtet. Der Stadtbrandmeister zog zum Jahresabschluss vor rund 50 Teilnehmern, darunter Ortsbrandmeister, deren Stellvertreter sowie Mitglieder aus Rat und Verwaltung der Stadt Seelze, einen Rückblick auf die Einsätze. Tierrettungen schossen mit etwa 35 Einsätzen sprichwörtlich den Vogel ab. Ob Wellensittiche in Baumkronen, Katzen auf Dächern, Igel in Fensterschächten oder Rehe im Kanal – immer häufiger werde laut Rosummek in solchen Situationen die Notrufnummer 112 gewählt. „Wir unterhalten doch keinen tiermedizinischen Rettungsdienst“, sagte er und wünschte sich eine „beherztere Eigencourage der Bevölkerung.“ Es sei völlig normal, dass Tiere den Kanal überquerten, das läge in der Natur der Sache. „Es gibt sogar Ein- und Ausstiege“, sagte der Stadtbrandmeister. Viele Bürger wähnten die Tiere jedoch in Not und informierten prompt die freiwillige Feuerwehr. Spitzenreiter bleiben jedoch Einsätze für hilflose Personen in Notlage oder wie es Rosummek scherzend formulierte: „Wir spielen den Blaulichtschlüsseldienst.“ Bereits zu rund 50 Einsätzen seien die Feuerwehrleute gerufen worden. „Vor zehn Jahren kannten wir das als Einzelfall“, betonte Rosummek. Seither habe sich die Zahl stark erhöht.Rosummek lobte, dass immer mehr Menschen inzwischen Rauchwarnmelder in ihren Haushalten angebracht haben. „Durch den frühzeitigen Alarm kann der Sachschaden beispielsweise bei vergessenem Essen auf dem Herd gering gehalten werden.“ Viele Papierkorb- und Containerbrände sowie einige Hecken-, Busch- und Böschungsbrände waren im Jahr 2011 zu verzeichnen – ausgelöst durch Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Zu den Ausblicken: Das neue Löschfahrzeug für die Lohnder Ortsfeuerwehr soll im nächsten Jahr tatsächlich anrollen. Dasselbe gilt für den Einsatzleitwagen der Seelzer Ortsfeuerwehr. Im Anschluss an den offiziellen Teil richtete sich der Blick auf das gesellige Beisammensein.

Leinezeitung, 05.12.2011



Suizide beschäftigen die Helfer

Anstieg ist ein Thema bei Dienstbesprechung der Feuerwehrführungskräfte aus Region

Von Jutta Grätz BERENBOSTEL. Steigende Einsatzzahlen, der Ausbildungsstand und ein stärkerer Bedarf bei der Notfallseelsorge waren drei der vielen Themen, über die Führungskräfte der Regionsfeuerwehr die 328 Orts- und Stadtbrandmeister und deren Stellvertreter aus der gesamten Region am Sonnabend in Berenbostel informiert haben. Auffällig bei den Einsätzen war die steigende Zahl von Suizidfällen auf Bahnstrecken. Die Feuerwehrleute wurden seit der Tagung im vergangenen Jahr allein 13 Mal mit dem Stichwort „Person unter Zug“ alarmiert. Dies zeige, unter welchem hohen psychischen Druck die Feuerwehrleute stünden, sagte Regionsbrandmeister Bernd Keitel in der Rudolf-Harbig-Halle. Daher werde auch künftig einer der Schwerpunkte seiner Aufgaben die vorbeugende Ausbildung sein, sagte Regionsnotfallseelsorger Friedrich Busjahn. Von insgesamt steigenden Einsatzzahlen berichtete Landesbrandmeister Jörg Schallhorn vom Landesinnenministerium. Einen großen Stellenwert nehme weiterhin die Ausbildung ein, sagte Keitel. Fast 1500 Feuerwehrleute haben sich 2011 fortgebildet. „349 Kameraden haben den ersten Teil der Truppmannausbildung, 338 den Teil 2 abgeschlossen“, sagte Ausbildungsleiter Detlev Köllenberger. 58 Feuerwehrleute nahmen erfolgreich an den Truppführerlehrgängen teil. Die Helfer absolvierten zudem 29 Atemschutz-, Sprechfunk-, und Maschinistenlehrgänge. „Der Ausbildungsstand ist gut“, resümierte Keitel. Der Regionsbrandmeister stellte auch das neue Projekt Kinderfinder vor, einen reflektierenden Aufkleber, der an der Kinderzimmertür angebracht werden kann. Er gibt den Einsatzkräften den Hinweis, dass sich hinter der Tür möglicherweise noch ein Kind befindet. Unter den Gästen der Dienstbesprechung war auch der neue hannoversche Polizeipräsident Axel Brockmann. Er würdigte die geleistete Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Helfer. Im Zeichen des demografischen Wandels und bei sinkender Bereitschaft zu einem Ehrenamt sei dies nicht selbstverständlich.

Leinezeitung, 22.11.2011



Kielhorn erhält das Vertrauen

Almhorster wird der zweithöchste Feuerwehrmann im Stadtgebiet – Große Mehrheit

Von Ralf Heußinger Seelze. Mit großer Zustimmung hat die Feuerwehr am Dienstagabend einen neuen stellvertretenden Stadtbrandmeister gewählt. Christian Kielhorn übernimmt das Amt ab Januar. Der 44-jährige Almhorster löst Rainer Edlich aus Dedensen ab, der aus privaten Gründen von der Position zurücktritt. Kielhorn war der einzige Kandidat bei der Versammlung im Feuerwehrhaus in Letter. Von 20 anwesenden Funktionsträgern der Stadtfeuerwehr stimmten 17 für ihn, drei gegen ihn. Das Ergebnis sei ein gutes Signal gewesen, freute sich Kielhorn nach der Wahl. „Wir werden einiges anpacken, um die Feuerwehr für die Bürger so leistungsfähig zu halten.“ Der promovierte Chemiker, der seit 2006 in Almhorst auch der Ortsfeuerwehr vorsteht, ist ein wahrer Brandschutzexperte. Bis 2009 leitete er die Feuerwehrschule in Celle. Danach wechselte er ins Innenministerium – Referat Brandschutz. Für die Seelzer Feuerwehrleute ist er damit der Mann an der Quelle. „Wir überarbeiten derzeit das Brandschutzgesetz“, berichtete Kielhorn. So gelte es etwa, die Feuerwehren auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Sein Amt als Ortsbrandmeister in Almhorst möchte Kielhorn gern auch über 2012 hinaus behalten – dann steht dort die nächste Wahl an. Für Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek ist Kielhorn gar „ein Juwel an Fachkunde in unseren Kreisen“. Außerdem sei die persönliche Chemie zwischen ihm und seinem neuen Stellvertreter ausgesprochen gut. Die Arbeit als Schriftführerin im Stadtkommando übernimmt künftig Doris Fuhrmann aus Kirchwehren.

Finanzierung Der Feuerwehr

Bürgermeister Schallhorn sichert Unterstützung zu

Die Feuerwehr ist Bürgermeister Detlef Schallhorn lieb und teuer. Das machte er auch bei der Versammlung am Dienstagabend deutlich: „Die Feuerwehr ist ein Kernbestandteil dieser Stadt.“ Die Brandbekämpfer könnten auf die Unterstützung der Verwaltung bauen. „Ich gehe davon aus, dass der Feuerwehr nichts weggenommen wird“, sagte Schallhorn mit Blick auf die bevorstehenden Haushaltsverhandlungen mit dem neuen Rat. Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek nahm dieses Bekenntnis erfreut auf. Schließlich seien zu Beginn einer Ratsperiode oft viele Wünschelrutengänger unterwegs, wie er sagte. Die Stadt stellt beispielsweise jährlich etwa 100?000 Euro zur Verfügung, um den Feuerwehrfuhrpark zu erneuern. Der Kauf des neuen Fahrzeugs für Lohnde hat sich wegen kartellrechtlicher Fragen verzögert. Eventuell könne man aber noch in diesem Jahr ausschreiben, sagte Rosummek.rah

Leinezeitung, 13.10.2011



Feuerwehr ehrt Röver für gute Kooperation

Scheidender Ratsherr erhält bei Stadtfeuerwehrtag Auszeichnung

Von Nicola Wehrbein Seelze. Ehre, wem Ehre gebührt: Wilfried Röver ist am Freitag beim Stadtfeuerwehrtag auf Gut Dunau die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen worden. „Die höchste Auszeichnung für Personen, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören“, mit diesen Worten heftete Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek dem sichtlich gerührten Letteraner die Medaille ans Revers. Wie selbstverständlich hatten sich die vielen Brandbekämpfer aller elf Ortsfeuerwehren sowie die Vertreter aus Rat und Verwaltung erhoben. Stehend geboten sie dem scheidenden Vorsitzenden des für die Feuerwehr zuständigen Ordnungsausschusses Respekt und Sympathie. „Wir haben ihm viel zu verdanken“, sagte Rosummek. Wilfried Röver und die Feuerwehr – eine Symbiose seit mehr als 20 Jahren, die quasi entflammt wurde mit seiner Arbeit im Feuerschutzausschuss. „Geschenkt wurde uns von ihm nie etwas“, betonte der Stadtbrandmeister. Aber Röver sei stets ein kompetenter und verlässlicher Streiter für die Interessen der Feuerwehrmänner gewesen. „Niemand hat mir vorher etwas von dieser hohen Ehrung verraten“, sagte Röver bewegt. Kameradschaft und Ehrenamtlichkeit hätten ihm immer imponiert, deshalb werde er „der Truppe mit Sicherheit verbunden bleiben“. Vorher hatte Rosummek Zahlen sprechen lassen: Auf 444 aktive Mitglieder bringt es die Feuerwehr derzeit. 2011 sind die Einheiten bis dato zu 52 Brand- und 106 Hilfsleistungseinsätzen, in erster Linie Türöffnungen, ausgerückt. Die technischen Errungenschaften wurden auf dem Hof präsentiert: Rauchvorhänge, das Eisrettungsgerät, die Düsenschläuche, die unter lauten „Ahs und Ohs“ eine beeindruckende Wasserwand erzeugten. Das eigentliche Ziel des Stadtfeuerwehrtags ließ sich indes am Dauergemurmel an den Tischen ablesen: Kameradschaftspflege in geselliger Atmosphäre.

Leinezeitung, 12.09.2011



Ein neuer Stadtteil in Leichtbauweise

Bis Sonnabend leben 1184 Jugendliche im Zeltlager der Regionsfeuerwehr – und hoffen auf ruhiges Wetter

Von susanne Döpke und Dirk von Werder Neustadt. Niemand wird ihn gehen wollen, doch der Weg zur Krankenstation ist einer der wichtigsten in der Zeltstadt vor den Toren Neustadts: 1184 Jugendliche leben dort seit Sonnabend – für eine Woche. Und für einen Jungen war der Weg zu den Sanitätern schon gleichbedeutend mit dem Ende des Aufenthalts: Er brach sich beim Ballspiel einen Unterarmknochen. „Ansonsten haben wir hier bisher nur Insektenstiche zu behandeln“, sagt Uwe Münkel, der die Krankenstation im Musikpavillon der KGS betreut. Fast 1200 junge Leute – da darf es an nichts fehlen, zumal sie in Bauten in Leichtbauweise untergebracht sind. Und entsprechend auf gutes Wetter hoffen. Doch, liebe Eltern, keine Sorge: Auch für Gewitter ist vorgesorgt. Dann stehen kurzfristig Sporthalle und Räume des Schulzentrums an der Leinstraße zur Verfügung. Neustadt hat sich bewährt: Die Lage der Zeltstadt ist optimal, die Organisation klappt wie am Schnürchen. Daher hat die Feuerwehr vom Rübenberge bereits zum zweiten Mal in Folge den Zuschlag erhalten, ist nach 2007 erneut Ausrichter des Zeltlagers. Einer der Höhepunkte ist der offizielle Besuchertag für Eltern und Angehörige morgen ab 18 Uhr.

Schnitzel, Sauce und Kakao: Da wird was bewegt

Das Leben im Zeltlager ist für viele eine Herausforderung

Das stelle man sich nicht zu einfach vor: Organisationsleitung und Helfer im Zeltlager, überwiegend Mitglieder der aktiven Feuerwehren, stehen vor vielfachen Herausforderungen. Ein Blick auf den Plan von Sonntag: 2500 Brötchen galt es zu besorgen, 1800 Portionen Schoko-Creme, 1800 Portionen Marmelade sowie 240 Liter Milch. Die Milch wurde zur Hälfte sogleich mit Kakaopulver aufgerührt. Mittags wurden herangeschafft, verarbeitet und verteilt: 1300 Schnitzel, 110 Kilogramm Gemüse, 80 Kilogramm Kartoffeln und 50 Liter Sauce. Ein Tag im Zeltlager beginnt für die Jugendlichen mit dem Wecken um 7 Uhr (für manche Betreuer schon ein Stündchen früher), und er endet um 22.30 Uhr – dann ist offizielle Nachtruhe. „Urlaub geht anders“, sagen einige Helfer. Doch sie sind gern dabei. vw

Leinezeitung, 12.07.2011



Feuerwehren Harenberg und Letter präsentieren ihre Arbeit

Harenberg/Letter. Mitten drin im Einsatz: Die Ortsfeuerwehr Harenberg hat den rund 200 Besuchern ihres Tages der offenen Tür am Sonnabend ein spannendes Programm geboten. Die Jugendfeuerwehr zeigte einen Löschangriff, der Höhepunkt des Tages war allerdings ein Übungseinsatz. Zusammen mit der Ortsfeuerwehr Seelze demonstrierten die Harenberger die Rettung eines Lastwagenfahrers. Der Fahrer, gespielt von Feuerwehrmann Marc Menell, war nach der Kollision mit einem Brückenpfeiler in der Fahrerkabine eingeschlossen und wurde von den beiden Feuerwehren befreit. „Wir wollten damit zeigen, wie schwierig es ist, einen Verletzten aus dem Führerhaus zu retten“, erläuterte Ortsbrandmeister Dieter Saborowski. Er wolle Verständnis bei den Besuchern schaffen, falls es nach einem Unfall zu längeren Staus kommen sollte. Erstmals präsentierte sich gestern auch die Jugendfeuerwehr Letter der Öffentlichkeit und warb um neue Mitglieder. Der Zuspruch der Besucher in der Feuerwache bei Löschübung und Fahrzeugschau war gut. rpf/nic

Leinezeitung, 20.06.2011



Schluss soll erst mit 67 sein

Das Heraufsetzen der Altersgrenze für Feuerwehrleute könnte auch in Seelze helfen

Angesichts der älter werdenden Gesellschaft und veränderter Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt diskutieren Feuerwehrleute bundesweit über das Heraufsetzen der Altersgrenze. Auch in Seelze könnte das die aktiven Brandbekämpfer entlasten.
Von Frank Walter Seelze. Das Niedersächsische Brandschutzgesetz regelt, dass freiwillige Feuerwehrleute mit Ende 62 aus dem Dienst ausscheiden müssen. Doch wie passt das zum Renteneintrittsalter von bald 67 Jahren? „Eine Angleichung wäre nur konsequent“, sagt Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek – und seiner Meinung nach auch sinnvoll. Jede Menge Aufgaben seien denkbar für diese Personengruppe, ist er überzeugt. Ein Kamerad beispielsweise sei total traurig, dass er gerade mit 62 Jahren aus dem aktiven Dienst habe ausscheiden müssen. „Dabei war er bis zuletzt Atemschutzgeräteträger“ – eine der härtesten Aufgaben im Feuerwehrwesen. Zuletzt hatte sich der Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg in einem Appell an das Innenministerium für eine Anhebung der Altersgrenze starkgemacht. Im dünn besiedelten Landkreis werden die Auswirkungen des demografischen Wandels in Zusammenhang mit den veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes – Arbeitgeber erwarten immer mehr Flexibilität und tolerieren Abwesenheitszeiten beispielsweise aufgrund des Feuerwehrdienstes immer weniger – schon jetzt sichtbar. Ganz so weit ist es in Seelze noch nicht. Im Moment sei die Stadtfeuerwehr noch relativ gut aufgestellt, sagt Rosummek. „Aber das wird auch hier ein Thema werden“, ist er überzeugt. Entscheidend für die Einsatzplanungen ist die sogenannte Tagesverfügbarkeit: Wie viele Retter können tatsächlich zum Einsatz fahren? Bedingt durch auswärtige Arbeitsplätze und die hohe Mobilität auch im Freizeitverhalten muss der Stadtbrandmeister ständig an der Alarm- und Ausrückeordnung nachbessern. „Mittlerweile wird schon bei fast jeder Gelegenheit auf Zug-Ebene alarmiert.“ Soll heißen: Bei einem Brand oder Verkehrsunfall wird nicht wie früher nur eine Ortsfeuerwehr in Marsch gesetzt, sondern gleich mehrere – damit man sichergehen kann, dass am Einsatzort dann auch tatsächlich genügend Helfer anpacken können. Das Innenministerium arbeitet gerade an einer Novellierung des Brandschutzgesetzes. Doch ob sich damit auch die Altersgrenze für Feuerwehrleute ändern wird, ist noch völlig offen.

Leinezeitung, 05.04.2011


Jagau würdigt die Arbeit der Feuerwehren

Appell an Politik und Arbeitgeber – Kindergruppen wachsen enorm

Von Susanne Hanke Sehnde. „Die Feuerwehren kennen keine 40-Stunden-Woche und kein Wochenende“: Mit diesen Worten hat Regionspräsident Hauke Jagau am Sonnabend bei der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes der Region in der Mensa der KGS Sehnde den Einsatz von rund 11800 Brandbekämpfern gewürdigt. Die Feuerwehrleute benötigten weiterhin die Unterstützung der Politik, sagte er – und das beziehe sich nicht nur auf die Qualität der Ausrüstung, sondern auch auf die Rückendeckung gegenüber Arbeitgebern, welche die Feuerwehrleute für Einsätze und Lehrgänge freistellen. Der Feuerwehrverband der Region vertritt 10?800 Aktive aus 226 Ortsfeuerwehren, 550 Angehörige der Berufsfeuerwehr Hannover und 360 Mitglieder von Werksfeuerwehren. Regionsbrandmeister Bernd Keitel berichtete in Sehnde unter anderem von den Bemühungen um die Einführung des Feuerwehrführerscheins für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen. Diese stünden kurz vor dem Erfolg und würden in Niedersachsen nach dem Beschluss im Bundestag zügig umgesetzt, kündigte Keitel an. Regionsjugendwart Michael Homann berichtete von Erfolgen beim Aufbau von Kinderfeuerwehren. Dort sei die Mitgliederzahl binnen Jahresfrist von 250 aus 870 gestiegen. Bei den Vorstandswahlen wurde Detlef Hilgert aus Sehnde als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren zum Nachfolger von Klaus-Eckehard Löffler aus Hannover zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Leinezeitung, 04.04.2011



Feuerwehr holt scheidenden Ortsbrandmeister mit dem Traktor ab

Letter. Die Prozedur beginnt förmlich und endet höchst emotional: Der eine oder andere will gestern sogar eine kleine Träne in den Augen von Joachim Fehst entdeckt haben, als rund 30 Feuerwehrleute Letters scheidendem Ortsbrandmeister ein Ständchen brachten. Sie alle waren mit Einsatzfahrzeugen und einem historischen Traktor von Letter aus zum Rathaus in Seelze gekommen, um ihren jahrzehntelangen Chef abzuholen. Dort war Fehst von Bürgermeister Detlef Schallhorn gewürdigt und offiziell entlassen worden. Nach dem Ständchen führte ein Autokorso Fehst zu dessen Wirkungsstätten – unter anderem zur Brüder-Grimm-Schule, wo er als Zwölfjähriger 1965 die Jugendfeuerwehr mit gegründet hatte. Fehst war ein Vierteljahrhundert Ortsbrandmeister in Letter. Thomas Landmann übernimmt das Amt von ihm. Stellvertreter ist jetzt Marco Becker.rah

Leinezeitung, 29.03.2011



Feuerwehr übt Erste Hilfe für den Einsatzfall

Einen zweitägigen Auffrischungskurs in Erster Hilfe absolvierten Feuerwehrangehörige der Ortsfeuerwehr Letter am vergangenen Wochenende. Durchgeführt wurde der Kursus durch Heiko Wöckener, Lehrrettungsassistent und Fachberater im Rettungsdienst. Als ehemaliges Mitglied der Ortsfeuerwehr Letter stimmte Wöckener die Lehrinhalte speziell auf die Einsatzsituationen im Feuerwehrdienst ab. So konnten die einzelnen Maßnahmen zur Ersten Hilfe an den alltäglichen, aber auch besonderen Einsatzsituationen der Ortsfeuerwehr erläutert werden. Insbesondere die lebensrettenden Sofortmaßnahmen erfordern eine ständige Auffrischung, um sie im Ernstfall ohne Verzug anwenden zu können. Aber auch Themen der Verletzungslehre und der Hilfe verletzter Personen nach Verkehrsunfällen wurden sowohl in der Theorie als auch in praktischen Übungen behandelt.

Ortsfeuerwehr, 14.03.2011



Bernd Keitel bleibt Regionsbrandmeister

154 Brandmeister geben ihm in Wunstorf ihre Stimme – Seit 1993 ist er im Amt, in zwei Jahren ist aber Schluss

Von Christiane Lange-Schönhoff WUNSTORF. „Der Alte ist der Neue“, verkündete Wahlleiter Hans-Jürgen Grigat nach der Wiederwahl Bernd Keitels zum Regionsbrandmeister. Die wahlberechtigten Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister der Region Hannover haben sich am Sonnabend im Forum der Wunstorfer Otto-Hahn-Realschule getroffen, um in geheimer Wahl den Regionsbrandmeister und seinen Stellvertreter zu benennen. Die Wahl sei erforderlich, sagte Pressewart Armin Jeschonnek, weil die sechsjährigen Amtszeiten von Bernd Keitel (Wennigsen-Bredenbeck) und von seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Grigat (Neustadt) zum 31. Oktober beziehungsweise 31. Juli auslaufen. Keitel, der seit 1993 zunächst Kreis- und später Regionsbrandmeister war, wurde mit 154 Stimmen bei 39 Gegenstimmen und 13 Enthaltungen deutlich zum vierten Mal für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. In zwei Jahren ist für Keitel aber Schluss. Dann hat der 59-Jährige aufgrund des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes die Altersgrenze erreicht. Sein Stellvertreter Hans-Jürgen Grigat, Brandschutzabschnittsleiter I, stellte sein Amt als Stellvertreter zur Verfügung. Seine Aufgaben übernimmt Detlef Hilgert (50) aus Sehnde-Müllingen. 187 Brandmeister stimmten für den Brandschutzabschnittsleiter IV, 14 gegen ihn, fünf enthielten sich. Nach der Wahl durch die Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister muss nun die Regionsversammlung der Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis bei der Region Hannover zustimmen. Dies gelte jedoch im Allgemeinen als sicher, sagte Jeschonnek. Nach der Wahl bleibt Keitel auch weiterhin Regierungsbrandmeister der Polizeidirektion Hannover. „Die Zusammenarbeit mit Bernd Keitel und seinen Kameraden ist hervorragend“, sagte Brandoberrat und Brandschutzdezernent Hanko Thies. „Wir freuen uns über die sehr gute Wahlbeteiligung“, sagte Jeschonnek zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung. Von den wahlberechtigten 209 Ortsbrandmeistern sowie 20 Stadt- und Gemeindebrandmeistern waren 206 zur Stimmabgabe nach Wunstorf gekommen.

Leinezeitung, 14.03.2011


Feuerwehr wirbt im Internet

Regionsjugendwart: Mitgliederzahlen sind gestiegen – Sexualisierte Gewalt ist Thema

Die Jugendfeuerwehren der Region Hannover haben im vergangenen Jahr 50 neue Mitglieder bekommen. Das hat der Regionsjugendfeuerwehrwart Michael Homann am Freitagabend in der Aula der Goetheschule (KGS) verkündet. Von GERKO NAUMANN Barsinghausen. Die Regionsjugendfeuerwehr trotzt dem demografischen Wandel. Bei der Jahresversammlung in Barsinghausen überbrachte Regionsjugendfeuerwehrwart Michael Homann positive Nachrichten. Die Mitgliederzahlen in den 187 Nachwuchsabteilungen der 21 Städte und Gemeinden seien von 3076 auf 3126 gestiegen. Damit diese Entwicklung anhält, will die Regionsjugendfeuerwehr das Internet nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit ist Daniel Imhof. Er berichtete, dass sich bereits mehr als 150 Jugendliche und Betreuer mit einer eigenen Seite der Jugendfeuerwehr im sozialen Netzwerk Facebook verlinkt haben. Zudem würden auf dem Mitmachportal myheimat regelmäßig Berichte und Fotos hochgeladen. Matthias Düsterwald, Fachbereichsleiter Lehrgänge, erinnerte an eine Schulung zum Thema sexualisierte Gewalt unter Kindern. Das Thema sei aufgrund aktueller Presseberichte über Vorfälle in einem Ferienlager auf die Tagesordnung eines Seminars gesetzt worden. „Ich habe versucht, die ehrenamtlichen Helfer als verantwortliche Aufsichtspersonen für die Problematik zu sensibilisieren und ihnen geraten, den Jungen und Mädchen genau zuzuhören“, sagte Düsterwald. Regionsbrandmeister Bernd Keitel würdigte die Arbeit der Jugendwarte. Als Zeichen seiner Wertschätzung für deren ehrenamtliches Engagement beförderte Keitel Matthias Düsterwald, Michael Homann, Daniel Imhof und Markus Scholz. Außerdem ehrte der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Frank Lohmann Bernd Dahle aus Garbsen, der seit 1996 als Kassenwart der Regionsjugendfeuerwehr tätig ist.

Leinezeitung, 14.03.2011


23 erhalten Lizenz zum Löschen

Nachwuchs für die Feuerwehr erfolgreich – Truppmannausbildung geht in Velber zu Ende

Von Sarah Krüger Velber. Nach fünf Wochen eisernen Trainings halten 23 Prüflinge sie endlich in den Händen – die ersehnte Lizenz zum Löschen. 58 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis liegen hinter den überwiegend jugendlichen Feuerwehranwärtern. Nach der bestandenen Prüfung am Sonnabend wurden sie im neuen Feuerwehrhaus in Velber in den Kreis der aktiven Feuerwehrleute aufgenommen. Stolz nahmen die Absolventen ihre Urkunden von Ausbildungsleiter Frank Wollny und Regionsausbildungsleiter Detlef Köllenberger entgegen. Vorbei ist damit die Zeit, in der sie beim Einsatz die Löscharbeiten nur aus der Ferne beobachten durften: „Jetzt darf ich endlich vorne mit am Schlauch stehen“, freute sich die 16-jährige Andrea. Ohne die bestandene Prüfung war die Gefahrenzone absolute Tabuzone. Bisher durften sich die Jugendlichen nicht weiter als 20 Meter vom Löschwagen in Richtung Feuer bewegen. Die Vorbereitung auf die Prüfung bereitete den Anwärtern kaum Probleme: „Wir haben bereits in der Jugendfeuerwehr viel gelernt“, sagte Luisa. Doch die Prüfer achteten auch auf Kleinigkeiten: Ist der ausgerollte Schlauch auch nicht verdreht? Und halten die Prüflinge die Leiter korrekt? „Schon mit kleinen Fehler können sie sich im Einsatz selbst verletzten“, erläuterte Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Doch mit dem Lernen ist noch nicht Schluss: Nach zwei Jahren Mitarbeit in den Ortsfeuerwehren folgt der zweite Teil der Truppmannausbildung. Für Lars ist dies jedoch nur ein Schritt zu seinem eigentlichen Ziel: „Ich will Berufsfeuerwehrmann werden. Die Arbeit ist hart, aber sie macht mir Spaß“, blickte der 16-Jährige in die Zukunft.

Leinezeitung, 07.03.2011



Lehrgangsplätze sind zu knapp

Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek kritisiert Vergabe – 100 Feuerwehrleute auf Warteliste

Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek bemängelt, dass seine Feuerwehrleute zu wenig Plätze in Lehrgängen bekommen. Regionsbrandmeister Bernd Keitel weist die Vorwürfe zurück. Von Carolin Burchardt und Christian Franke SEELZE. Für Stadtbrandmeister Rosummek muss sich schnell etwas ändern: Wenn er über die Fortbildungssituation bei der Seelzer Feuerwehr spricht, dann wird sofort klar, wie unbefriedigend die Lage ist. Ob Atemschutzlehrgänge oder Sprechfunkerausbildungen: „Es gibt einfach nicht genug Plätze“, sagt er. Mehr als 100 Interessenten für eine fachspezifische Ausbildung stünden derzeit auf der Warteliste „und demgegenüber stehen acht ABC- und sechs Sprechfunkerlehrgänge. Das reicht hinten und vorn nicht“, bemängelt Rosummek. Er habe schon eine Anfrage bei der Region gestellt, aber derzeit seien die Reaktionen noch recht verhalten. „Wenn das so weiter geht“, fürchtet der Feuerwehrchef, „geht das irgendwann auch auf Kosten der Sicherheit“. Und vor allem deshalb, sagt er, müsse die Region die Nachfrage befriedigen. Regionsbrandmeister Bernd Keitel weist die Vorwürfe aus Seelze zurück. Die anderen Städte in der Region seien zufrieden mit den Kontingenten und würden gar Plätze zurückgeben. Diese freien Plätze würden auch mit Seelzer Feuerwehrleuten besetzt. Außerdem seien die drei Feuerwehrtechnischen Zentralen, in denen die Lehrgänge abgehalten werden, ausgelastet. Zeitlich seien mehr Lehrgänge nicht möglich. „Ich verstehe den Wunsch, aber wir können es nicht leisten“, sagt Keitel. Er stehe wegen des Themas auch in ständigem Kontakt mit Rosummek. Damit die Bedürfnisse zumindest einigermaßen abgedeckt werden können, werden bei der Feuerwehr in Seelze ganz neue Pfade beschritten: „Einige unserer Feuerwehrleute haben nun schon Lehrgänge bei der Berufsfeuerwehr in Hannover besuchen müssen“, sagt Rosummek ein wenig zögerlich und das hat seinen Grund: Denn dieser Schritt soll eine „absolute Ausnahme“ bleiben. „Feuerwehrleute aus der Region mit auszubilden“, sagt Rosummek, „das kann die Berufsfeuerwehr auf Dauer nicht stemmen“.

Feuerwehr will mehr Flexibilität bei Freistellung

Zu der angespannten Fortbildungssituation gesellt sich für Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek ein weiteres Problem: Immer mehr Arbeitgeber scheinen sich zu sperren, wenn es darum geht, ihre Angestellten für den Feuerwehrdienst freizustellen. Und das trotz Paragraf elf des Brandschutzgesetzes – oder vielleicht gerade deshalb. Dort heißt es: „Für die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen während der Arbeitszeit besteht der Freistellungsanspruch nur, soweit nicht besondere Interessen des Arbeitgebers entgegenstehen.“ Für den Stadtbrandmeister ist damit klar: „Diese einschränkende Formulierung lässt natürlich viel Spielraum für die Arbeitgeber.“ Er fordert „mehr Flexibilität“ von den Betrieben, die sich auszahlen kann: „Wer besonders gut mit uns zusammenarbeitet, der bekommt auch eine Auszeichnung dafür“, sagt Rosummek – eine Plakette mit der Aufschrift: „Partner der Feuerwehr“.caro

Leinezeitung, 03.02.2011


Erstmals „nass“ üben und gut gesichert den Lohnder Turm hinab

Lohnde. „Schuld ist der Turm“, sagt Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Eigentlich üben die 26 angehenden Feuerwehrleute den praktischen Teil ihrer Ausbildung in Velber. Zum Abseilen mussten sie am Sonnabend aber umziehen: Nur der Turm der Feuerwache in Lohnde eignet sich für die Übung. Konzentriert legte Feuerwehr-Azubi Spyridon Tzouvaras unter dem aufmerksamen Blick von Ausbilder Ingo Roders den Sicherheitsgurt an. Zweite Leine, zweiter Gurt – die Absicherung kann im Ernstfall überlebenswichtig sein. Dann geht es aus sieben Metern Höhe hinab. Geschafft. Nicht nur das Abseilen steht am Sonnabendnachmittag auf dem Plan: Der Umgang mit der Brechstange und das sichere Aufstellen von Leitern wurden geprobt. Und der Nachwuchs übte in Lohnde erstmals „nass“. Köhler erklärt: „Wasserversorgung aufbauen, Schläuche verlegen, das Einsetzen des Strahlrohrs, da ist jeder Handgriff festgelegt.“ Die Abläufe würden immer wieder ohne Wasser geübt, „bis sie sitzen“. Tzouvaras und seine Kameraden waren auch sichtlich überrascht vom Rückstoß, als das Wasser aus dem Schlauch spritzte. „Ein wichtiger Lerneffekt“, sagt Stadtausbildungsleiter Frank Wollny. Bei der Prüfung am 5. März wollen dann alle Teilnehmer zeigen, was sie in den vergangenen Wochen gelernt haben.nic

Leinezeitung, 07.02.2011



Nachwuchs übt den Umgang mit Schere und Spreizer

Angehende Feuerwehrleute proben mit schwerem Gerät

Von Nicola Wehrbein Seelze. „Technische Hilfeleistungen überwiegen die Brandeinsätze“, sagt Ausbildungsleiter Frank Wollny. Sei es das Aufbrechen einer Tür, um einer hilflosen Person zu helfen, die Bergung eine Pferdes oder die Menschenrettung aus Unfallautos: Es geht eben um viel mehr als Löschen. Für die 20 Teilnehmer der Truppmann-Ausbildung II standen am Wochenende unter anderem das Heben und Bewegen von Lasten sowie die Rettung mithilfe hydraulischer Geräte auf dem Lehrplan. An zwei Schrottautos simulierten die angehenden Feuerwehrmänner auf dem Gelände der Ortsfeuerwehr Seelze die Personenrettung. „Früher galt schlicht ,Mensch raus?“, erläuterte Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. „Heute bauen wir mit unseren technischen Hilfsmitteln eher das Auto um den Menschen weg.“ Die Nachwuchskräfte Simon Walesch und Vivien Dörsam griffen zum Rettungsspreizer, um eine verklemmte Tür zu öffnen und störende Teile wegzubiegen, damit im Ernstfall ein Arzt schnellstmöglich das Opfer versorgen könnte. Martin Schulz und Martin Garbor von der Honeywell-Werkfeuerwehr trennten derweil mit der Rettungsschere das Fahrzeugdach ab. Ein Federkörner diente Laura Volker zum kontrollierten Zerstören der Scheiben. Wenn bei der Prüfung Ende Februar auch alles so reibungslos klappt, sollte einem erfolgreichen Bestehen nichts im Wege stehen. Dann sind die fünf Frauen und 15 Männer endlich Feuerwehrleute – nach der Truppmann-Ausbildung Teil I, zwei Jahren Mitarbeit in den Ortsfeuerwehren und 80 Unterrichtsstunden Truppmann II.

Leinezeitung, 07.02.2011



Feuerwehr bildet Nachwuchs aus

26 neue Einsatzkräfte absolvieren in den nächsten vier Wochen die Truppmannausbildung

Von Nicola Wehrbein Seelze. Der Chemiesaal des Georg-Büchner-Gymnasiums in Letter war am Dienstagabend fest in den Händen der Feuerwehr. Allerdings mussten die Männer und Frauen keinen Löscheinsatz bewältigen. Die Stadtfeuerwehr hat vielmehr wieder damit begonnen, ihre Nachwuchskräfte fit für den Ernstfall zu machen. Während der nächsten vier Wochen werden 26 angehende Feuerwehrmänner in Theorie und Praxis geschult – in insgesamt 58 Unterrichtsstunden. „Alle Grundkenntnisse über Gerätschaften und Einsatzmittel sowie das Vorgehen am Einsatzort werden vermittelt“, erläuterte Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Konkret bedeutet das: Die Feuerwehr-Azubis lernen unter anderem den richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher, einen Löschangriff mit Leiter, das Aufbauen einer Wasserversorgung, Schläuche koppeln und das Löschen. Bei der Prüfung am 5. März muss dann jeder Handgriff sitzen. Der für Seelze zuständige Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt wünschte den 22 Männern und vier Frauen „gutes Gelingen“ bei der sogenannten Truppmannausbildung. „Stellt euch vor, es passiert was und nichts passiert“, mit diesen Worten hob Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek die Bedeutung der Feuerwehr, speziell einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit, hervor. Bis auf Harenberg, Lathwehren, Dedensen und Almhorst ist Nachwuchs aus allen Ortsfeuerwehren vertreten. „Zwei Männer kommen von der Werksfeuerwehr Honeywell“, berichtete Köhler. Außerdem seien drei ältere Quereinsteiger dabei. Ernst Wagemann aus Döteberg gehört dazu: „Ich bin zugezogen, habe großes Interesse an der Sache und schätze die Gemeinschaft.“ Die meisten der Ausbildungsteilnehmer haben den Weg über die Jugendfeuerwehr gefunden. Viele von ihnen konnten wie die Gümmeranerin Luisa Seegers und Robin Dinter aus Velber ihren 16. Geburtstag „kaum erwarten“ – das Mindestalter für die Truppmannausbildung. Nach der Begrüßung wurde es zügig ernst: Der Ausbildungsleiter Frank Wollny, der Sicherheitsbeauftragte Holger Nordsieck und Notfallseelsorger Gerald Petzold hielten Vorträge. Nach bestandener Prüfung ist im Übrigen noch längst nicht Schluss mit Lernen: Nach zwei Jahren Mitarbeit in den Ortsfeuerwehren folgt die Truppmannausbildung, zweiter Teil.

Leinezeitung, 03.02.2011



Fehst übergibt an Landmann

Nach einem Vierteljahrhundert im Amt tritt der Ortsbrandmeister nicht mehr zur Wahl an

Von Ralf Heußinger Letter. Kein Generationswechsel, aber eine Verjüngung: Die Ortsfeuerwehr Letter hat gestern ihre Führungsspitze neu gewählt. Der langjährige Ortsbrandmeister Joachim Fehst trat nicht mehr zur Wahl an. 31 der 37 anwesenden Feuerwehrmitglieder stimmten für den bisherigen Stellvertreter Thomas Landmann als neuen Chef der Feuerwehr im größten Stadtteil. Den Stellvertreterposten übernimmt künftig Marco Becker. Mit dem Wechsel an der Spitze geht eine Ära zu Ende: Seit 1986 leitete Fehst die Feuerwehr in Letter und war damit einer der dienstältesten Ortsbrandmeister im Stadtgebiet. Nur Alfred Blume in Seelze ist länger im Amt. Die Personalentscheidung muss der Rat der Stadt noch absegnen, das gilt jedoch als Formsache. „Man muss junge Leute nachrücken lassen“, begründete der 58-Jährige seine Entscheidung. „Da liegt die Zukunft drin.“ Dass Landmann den Führungsposten übernimmt, verheißt aber auch Kontinuität. Beide verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, 19 Jahre lang stellten Fehst und Landmann das Führungsduo der Ortsfeuerwehr. „Die Zusammenarbeit war schon außergewöhnlich“, stellte Fehst fest. Der bisherige Ortsbrandmeister gehörte 1965 als Zwölfjähriger zu den Gründungsmitgliedern der Jugendfeuerwehr. In seine Amtszeit als Feuerwehrchef fiel unter anderem die Sanierung der Feuerwache am Buchenweg. 1989 erhielt das Haus ein neues Dach. „Das war vorher eine Tropfsteinhöhle“, erinnerte sich Fehst. Mit 47 aktiven Einsatzkräften ist die Feuerwehr in Letter gut aufgestellt. Aus der Jugendfeuerwehr kommen weitere Kräfte nach – morgen Abend beginnt wieder die Truppmannausbildung. Die Pflege des Nachwuchses ist auch Landmann ein Anliegen. „Man muss intensiv in die Ausbildung einsteigen“, sagte der 50-Jährige.

Leinezeitung, 31.01.2011



Feuerwehr in Letter sucht neuen Chef

Letter. Bei der Feuerwehr in Letter geht eine Ära zu Ende: Ortsbrandmeister Joachim Fehst stellt nach 24 Jahren als Chef der Ortsfeuerwehr sein Amt zur Verfügung. Die Mitglieder wollen am Sonntag, 30. Januar, einen Nachfolger bestimmen. Fehst hatte seinen Rückzug als Ortsbrandmeister bereits vor zwei Jahren angekündigt. Schrittweise wolle er sich aus allen Funktionen zurückziehen, sagte er damals, als er nach zwölf Jahren sein Amt als stellvertretender Stadtbrandmeister abgab. Auf ihn folgte Rainer Edlich aus Dedensen. Wer das Amt des Feuerwehrchefs in Letter übernehmen soll, ist noch offen.rah

Leinezeitung, 28.02.2011


Schmidt tritt seine zweite Amtszeit an

Er ist einer von fünf Vertretern des Regionsbrandmeisters im Umland der Landeshauptstadt: Eberhard Schmidt wurde gestern erneut zum Brandschutzabschnittsleiter für Seelze, Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen ernannt. Der 53-Jährige tritt seine zweite, sechsjährige Amtszeit an. Die Regionsversammlung hatte den Northener im Dezember berufen. rah

Leinezeitung, 26.02.2011


Rettung ist ein Wettlauf mit der Zeit

Hauptversammlungen der Ortsfeuerwehren Letter und Lohnde – Behning lobt Kameraden

Von Frank Walter Letter/Lohnde. Mehr Einsätze als üblich in Letter, ein etwas ruhigeres Jahr in Lohnde: Die Ortsfeuerwehren haben bei ihren Hauptversammlungen am Sonnabend die vergangenen zwölf Monate Revue passieren lassen. Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Letter mussten 2010 113-mal ausrücken. Bei vielen Einsätzen mussten die Helfer Haustüren öffnen, weil aufmerksame Bürger ihre älteren Nachbarn hilflos in deren Wohnungen vermutet hatten. Diverse Einsätze habe es zudem Ende August gegeben, als Starkregen 26 Keller überflutet hatte, sagte Pressewart Jens Köhler – „und wir hatten viele Fehlalarme zu unpopulären Zeiten in der Therme“. Ebenso wie Köhler ist auch dem Lohnder Ortsbrandmeister Bernhard Behning ein Einsatz besonders im Gedächtnis geblieben: der Verkehrsunfall mit letztlich tödlichem Ausgang Anfang November auf der Bundesstraße 441. „Es ist für uns immer ein Wettlauf mit der Zeit. Aber auch wenn in 20 Jahren nur einer gerettet wird, dann hat es sich gelohnt“, sagt Behning. Der Ortsbrandmeister hob in seinem Jahresbericht insbesondere die schnelle Reaktionszeit seiner Feuerwehrleute hervor. So sei bei einem Tauchereinsatz am Zweigkanal in Seelze das Einsatzfahrzeug zweieinhalb Minuten nach der Alarmierung auf der Straße und weitere zwei Minuten später am Einsatzort gewesen. n?Beförderungen: Lohnde: Dominik Ruhland, Erster Hauptlöschmeister; Stefanie de Graaf, Oberfeuerwehrfrau; Dirk Bormann und Patrick Hendriock, Oberfeuerwehrmänner; Rami Boughatas Feuerwehrmann. Letter: Aileen Gruhl, Feuerwehrfrau; Jonas Kundrus und Johannes Köhler, Oberfeuerwehrmänner; Niklas Haase, Feuerwehrmann. Ehrungen: Lohnde: Robert Kasig und Reinhard Menke, 50 Jahre; Erich Kiene senior und Eberhard Mayer, 40 Jahre. Letter: Sven Seiferth, 25 Jahre.

Leinezeitung, 10.01.2011


Feuerwehr Letter versammelt sich

LETTER. Die Ortsfeuerwehr Letter kommt am Sonnabend, 8. Januar, zur Hauptversammlung im Feuerwehrhaus am Buchenweg zusammen. Anders als in den Vorjahren beginnt das Treffen bereits um 18 Uhr. Neben Berichten zum vergangenen Dienstjahr stehen auch Beförderungen auf der Tagesordnung. wal

Leinezeitung, 04.01.2011


Feuerwehr ist für Eisunfälle gerüstet

Neues Gerät füllt Kompetenzlücke – Retter können im Notfall gut gesichert helfen

Von Nicola Wehrbein Lohnde. „Jetzt sind wir für den Ernstfall gewappnet“, sagt Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek erleichtert. Um schnell hinzuzufügen: „Hoffentlich brauchen wir das Gerät niemals.“ Die Rede ist vom neu angeschafften Eisrettungsgerät der Feuerwehr. Bei einer Übung am Silvestertag trainierte und demonstrierte die Feuerwehr Lohnde die Eisrettung eines Menschen aus dem Mittellandkanal. „Bislang hätten wir uns im Ernstfall mit Leitern oder Pfusch behelfen müssen“, sagt Rosummek – „dramatisch für Opfer und Retter“. Die Kompetenz bei der Eisrettung, egal ob Mensch, Hund oder Pferd zu befreien seien, habe schlicht gefehlt. Bei den eisigen Wintern und der Lage Seelzes an Mittellandkanal, Zweigkanal und Leine sei das eine unhaltbare Situation gewesen. Laut Rosummek sei es gar nicht so leicht gewesen, ein für die Stadtfeuerwehr passendes Gerät zu finden. Das Problem: Die Eisdecke auf dem Kanal ist nicht gleichmäßig beschaffen. Manche Stellen sind dick gefroren, an anderen ist offenes Wasser zu sehen. „Bei einer Probe der Berufsfeuerwehr Hannover an den Ricklinger Kiesteichen konnten wir uns von den Vorzügen dieses Gerätes überzeugen“, sagt Rosummek. Nun gehört es zur Ausrüstung der Seelzer Feuerwehr: eine Art Schlauchboot, vorn und hinten offen. Lohndes Ortsbrandmeister Bernhard Behning pumpt das Eisrettungsgerät zusammen mit seinen Kameraden Dominik Ruhland und Rene Corterier auf und bereitet es für den Einsatz vor. Den Winter über werde das Gerät aufgeblasen bleiben und so zum Einsatzort transportiert, um im Ernstfall Zeit zu sparen, erläutert Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Feuerwehrmann Niels Hansen winkt derweil aus seinem Eisloch im Mittellandkanal. An Seilen gesichert begeben sich Patrick Hendriock und Fabian Goebels im Rettungsgerät auf den Kanal. Erst laufend, dann liegend nähern sie sich vorsichtig der Einbruchstelle. Durch die vordere Öffnung zieht Hendriock seinen Kameraden an Bord. Die Rettung ist geglückt – und die Übung erfolgreich abgeschlossen.

Leinezeitung, 03.01.2011


Knallrotes Gummiboot hilft der Feuerwehr bei Einsätzen auf dem Eis

Lohnde. Es sieht aus wie ein knallrotes Gummiboot, bei dem die Bootsbauer allerdings vorn und hinten ein Stück vergessen haben. Doch die Seelzer Stadtfeuerwehr verspricht sich viel vom neuen Ausrüstungsgegenstand, der am Wochenende medienwirksam auf dem zugefrorenen Mittellandkanal getestet wurde. Das neue Eisrettungsgerät, das bei der auf Taucheinsätze spezialisierten Ortsfeuerwehr Lohnde stationiert ist, kann Eingebrochenen im Ernstfall schnelle Hilfe bringen – und stellt dabei vor allem sicher, dass die Retter beim Einsatz auf dem Eis nicht selbst in eine lebensbedrohliche Situation geraten.wal

Leinezeitung, 03.01.2011


2010


Die Feuerwehr war sein Leben: Ernst Busch ist tot

Früherer Stadtbrandmeister aus Almhorst wurde 83 Jahre alt

Von Ralf Heußinger und Wolfgang Rogl Almhorst. Er galt als humorvoller Redner, hatte zahlreiche Ämter inne und kümmerte sich besonders um die Jugendarbeit der Feuerwehr: Der frühere Stadtbrandmeister Ernst Busch aus Almhorst ist am Montag mit 83 Jahren gestorben. Busch war ein Mann der ersten Stunde, als es nach dem Zweiten Weltkrieg galt, die Gesellschaft neu zu ordnen. 1945 trat er in die SPD ein und baute die Abteilung Almhorst wieder mit auf. 1948 wurde er Mitglied der Feuerwehr, in der er jahrzehntelang Führungsaufgaben übernahm. Von 1981 bis 1989 war Busch Stadtbrandmeister. „Die Feuerwehr war sein Leben“, sagte Lutz Kapitza, einer von Buschs Nachfolgern als Seelzer Feuerwehrchef. Eine „positive Schlitzohrigkeit“ bescheinigte ihm der aktuelle Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. Aus dem Stegreif heraus konnte Busch launige Reden halten. Mehr als einen Bierdeckel mit Notizen brauchte er dazu nicht. Der Almhorster war 36 Jahre lang bei der Stadt angestellt, arbeitete als Schöffe, im Kirchenvorstand und beim Wasserverband. Busch wird am Montag, 3. Januar, 14 Uhr, in Almhorst beerdigt.

Leinezeitung, 30.12.2010


Führerschein speziell für die Feuerwehren

Seelze/Berlin. Das Bundeskabinett in Berlin hat gestern den Entwurf zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes gebilligt. „Damit ist der Weg frei für Erleichterungen beim Feuerwehrführerschein“, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth erfreut. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Feuerwehrleute künftig eine Sondererlaubnis für die auch in Seelze verbreiteten Einsatzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 4,75 bis 7,5 Tonnen erwerben können. Ausbilden und prüfen kann ein Feuerwehrmitglied mit Führerschein für mittelschwere Lastwagen – das spart der Kommune viel Geld. „Das ist das, was wir uns gewünscht haben“, sagte Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. Ohne die Neuregelung hätten die Feuerwehren arge Probleme bekommen. Da die Zahl der aktiven Mitglieder mit der alten, bis 7,5 Tonnen gültigen Fahrerlaubnis schwindet, hätten die Feuerwehren Nachwuchskräften sonst den teuren Führerschein C1 bezahlen müssen.wal

Leinezeitung, 17.12.2010


Feuerwehrautos sind für den Winter gerüstet

Seelze. Der Landesfeuerwehrverband hat seine Mitglieder darüber informiert, dass die Winterreifenpflicht auch für Feuerwehrfahrzeuge gilt. Während andernorts die Brandbekämpfer jetzt nachrüsten müssen, bleibt Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek entspannt: „Das trifft uns nicht.“ Alle kleineren Fahrzeuge seien auf beiden Achsen mit Ganzjahresreifen ausgestattet, die Lastwagen ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf den Antriebsachsen. Dank des für die Feuerwehren zuständigen Mitarbeiters im Rathaus sei man seit Jahren über alle Änderungen von Vorschriften hervorragend informiert.wal

Leinezeitung, 11.12.2010


Feuerwehr investiert in neue Technik

Personalmangel soll ausgeglichen werden

Von Ralf Heußinger Seelze. Mit neuer Technik und besserer Aufgabenverteilung reagiert die Feuerwehr auf den zunehmenden Personalmangel bei Einsätzen. Vor allem am Vormittag sei es oft schwierig, Einsatzkräfte in ausreichender Zahl zu finden, erläuterte Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. Die Arbeitsplätze vieler Feuerwehrleute seien zu weit entfernt, oder sie seien in ihren Unternehmen unabkömmlich. „Morgens um halb zehn ist die Personaldecke bei uns dünn“, sagte Rosummek. „Die Engpässe werden eher zunehmen.“ Dennoch arbeiten die elf Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet verlässlich. Die Zahl der aktiven Einsatzkräfte ist in diesem Jahr zwar um fünf auf 443 leicht zurückgegangen, wie Rosummek bei der Sitzung der Feuerwehrführungskräfte am Freitagabend sagte. Diese Gesamtzahl sei in Ordnung, das Problem sei eben die Verfügbarkeit. Auch Lehrgänge könnten oft nur schwer besetzt werden: „Die Leute wollen und müssen sich ausbilden lassen, werden aber nicht freigestellt.“ Die Feuerwehr legt deshalb ihr Augenmerk auf Technik, mit der auch weniger Kräfte viel erreichen können. Für die Ortsfeuerwehr Kirchwehren etwa wurden sogenannte Düsenschläuche angeschafft, die ohne großen Personaleinsatz eine regelrechte Wasserwand aufbauen können. Eine spezielle Pumpe erleichtert den Feuerwehrleuten künftig auch die Arbeit bei Bränden von großen Mengen Stroh oder Holz. Auch für Einsätze auf gefrorenen Gewässern ist die Feuerwehr inzwischen besser ausgerüstet: Ein Eisrettungsboot wurde angeschafft. Es ist in Lohnde stationiert. Insgesamt 212 Einsätze mussten die Feuerwehren bisher in diesem Jahr absolvieren, sagte Rosummek. Darunter waren auch schwere Unfälle: Erst Anfang November war ein 23-jähriger Mann nach einem Zusammenstoß auf der Bundesstraße 441 ums Leben gekommen. Eine besondere Ehre wurde dem Stadtpressewart Jens Köhler zuteil: Er wurde bei der Stadtkommandositzung zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Leinezeitung, 06.12.2010


Feuerwehr will Weichen für die Zukunft stellen

Mehr Seelsorger sollen ausgebildet werden

Die Feuerwehren aus der Region Hannover haben bei ihrer Dienstbesprechung auf ein relativ ruhiges Jahr zurückblicken können. 2011 wollen sie unter anderem mehr Notfallseelsorger ausbilden und auf den demografischen Wandel reagieren. Regionsbrandmeister Bernd Keitel ist zufrieden mit dem vergangenen Jahr. „Durch schnelles und umsichtiges Eingreifen unserer Feuerwehr wurde erheblicher Schaden an Leib und Leben verhindert. Dies kann unsere Feuerwehrleute mit Stolz erfüllen“, erklärte er vor gut 300 Funktionsträgern in der Berenbosteler Rudolf-Harbig-Halle. Um ihrer Aufgabe weiterhin gerecht zu werden, haben sich unter anderem Einsatzkräfte einem Notfalltraining mit Atemschutzmasken unterzogen. „Damit sollen die Kameraden motiviert und aktiviert werden“, sagt Regionsausbildungsleiter Detlev Köllenberger aus Barsinghausen. Die Fortbildung der Einsatzkräfte ist für ihn ohnehin ein wichtiges Thema. 2010 haben sich mehr als 1300 Feuerwehrleute fortbilden lassen. Und auch auf die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Feuerwehr will diese reagieren. Die Feuerwehr sieht hier langfristig ihre Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft in Gefahr und wird daher ein Maßnahmenpaket mit 20 Punkten erarbeiten. Themen sind dabei neben der Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise auch die Förderung des Ehrenamtes und die Nachwuchsgewinnung. Diese soll auch durch weitere Gründungen von Kinderfeuerwehren verbessert werden. Auch in anderen Bereichen besteht weiterhin Bedarf zur Verbesserung. So würden auch in der Betreuung ehrenamtlich Tätige immer wichtiger, sagte Regionsnotfallseelsorger Friedrich Kanjahn. 2009 waren die Seelsorger in der Region mehr als 120-mal zu Einsätzen gerufen worden. Allerdings sei es schwierig, Pastoren für die Arbeit zu gewinnen, da ihre Arbeitsbelastung steige. Im nächsten Jahr sollen neue Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Leinezeitung, 22.11.2010


Die Feuerwehr kann aufklären: In Letter riecht es nach Gülle

Letter. Ein strenger Gestank im Stadtteil hat am Sonnabend viele Letteraner verunsichert. Etliche meldeten sich im Polizeikommissariat, manch einer befürchtete gar einen Chemieunfall. Des Rätsels Lösung war allerdings rein natürlichen Ursprungs: Laut des Seelzer Ortsbrandmeisters Alfred Blume war es Güllegeruch, der durch den Stadtteil waberte. Die Ortsfeuerwehr Seelze war eingeschaltet worden, weil sie als einzige im Stadtgebiet über einen sogenannten Umweltmesswagen verfügt. Dessen sensible Instrumente kamen am Nachmittag in Letter zum Einsatz und bestätigten den Anfangsverdacht. „Unangenehm, aber das gehört zum Leben“, kommentierte der Ortsbrandmeister den Fund.wal

Leinezeitung, 01.11.2010


Sieben Hortkinder erhalten Einblicke in die Arbeit als Feuerwehrmann

Letter. Wann kommt die Feuerwehr? „Wenn eine Katze auf dem Haus ist“, sagt Conner. „Aber auch, wenn es brennt“, weiß Manuela. Sieben Kinder aus dem Hort Panama durften gestern Vormittag hinter die Kulissen der letterschen Feuerwehrwache blicken. Bei dem Projekts „Berufe der Eltern“ stellte Claus Dostmann seinen Arbeit als freiwilliger Feuerwehrmann vor. „Die Kinder wissen oft nicht, was ihrer Eltern genau arbeiten“, sagte Hortleiterin Claudia Krebs. In einem Supermarkt und bei einer Bäckerei durften die Kinder bereits über die Schultern der Eltern schauen. In der Feuerwehrwache warteten die Kinder gespannt auf das rote Auto – doch erst gab es Theorie: Das Verhalten im Brandfall, die Bedienung von Feuermeldern und das Absetzen eines Notrufs standen auf dem Plan. „Ich merke mir die Nummer der Feuerwehr immer so: Eins plus eins ist zwei“, sagte Max. Dann war es endlich so weit – Dostmann fuhr den Löschwagen vor. Als Nächstes steht ein Besuch am Rangierbahnhof auf der Liste der Hortkinder.prs, kr

Leinezeitung, 19.10.2010



Die ELO entlastet die Regionsleitstelle

Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr proben die Einsatzleitung vor Ort – Auslöser war das Sturmtief Kyrill

Von Nicola Wehrbein Letter. Seit Sommer dieses Jahres ist die ELO einsatzbereit. Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler spricht stolz von einer „weiteren Professionalisierung und wertvollen Spezialisierung der Freiwilligen Feuerwehr Seelze“. ELO – das bedeutet Einsatzleitung vor Ort. 2008 ist die Stadt Seelze in dieses Konzept eingestiegen. In einer zweijährigen Ausbildung sind 35 Feuerwehrleute als ELO-Personal geschult worden. „Natürlich ehrenamtlich und zusätzlich zu ihrem normalen Feuerwehrdienst“, betont der stellvertretende Stadtbrandmeister und ELO-Chef Rainer Edlich. Warum und wozu? Auslöser sei das Sturmtief Kyrill gewesen, berichtet Edlich und erläutert: Im Normalfall gehe der Notruf 112 bei der Regionsleitstelle in der Feuerwache 1 am Goetheplatz ein. Von dort aus werde die zuständige örtliche Feuerwehr alarmiert. „Der komplette Einsatz wird von der Regionsleitstelle begleitet. Unzählige Funksprüche gehen hin und her.“ Im normalen Tagesgeschäft sei dies laut Edlich kein Problem. Was aber, wenn es viele Einsatzstellen gibt, beispielsweise bei besagter Unwetterlage? Oder man stelle sich die Situation bei einem Großschadensereignis mit etlichen Einsatzkräften vor. „Dann ist die Regionsleitstelle hoffnungslos überfordert“, sagt Edlich. Ein Fall für die ELO: Die Einsatzleitung vor Ort übernimmt den Funkverkehr und die Dokumentation, führt Lagekarten und sorgt für eine gute Koordination. „Eine Art Sekretariat vor Ort zur Unterstützung des Einsatzleiters“, veranschaulicht Köhler. Geübt wird natürlich auch: Am Mittwochabend sind 15 Feuerwehrmänner in drei Fahrzeugen zum Georg-Büchner-Gymnasium ausgerückt – eine Übung ohne Blaulicht, Schläuche und Wasser. „So ein Großeinsatz muss perfekt koordiniert und geführt werden“, sagt Köhler. Dafür biete die ELO eine gute Hilfestellung. Zweimal ist die ELO Seelze bislang alarmiert worden, jeweils zur Wasserrettung am Stichkanal in Seelze und am Mittellandkanal in Dedensen. Und das nächste Unwetter kommt bestimmt.

Leinezeitung, 01.10.2010


Für Extremisten ist kein Platz in Feuerwehr

Satzung soll geändert werden – Unstimmigkeiten sind beigelegt

Von Frank Walter Seelze. Die Seelzer Feuerwehren sprechen sich in einer Selbstverpflichtung gegen extremistische Gesinnungen und Äußerungen in ihren Reihen aus: Auf diese Formulierung haben sich Feuerwehr-Stadtkommando und Rathausspitze verständigt – und glätten damit die Wogen, die Anfang September hochgeschlagen waren. Die Stadtverwaltung hatte vor einigen Wochen die Empfehlungen von einer Informationsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus im Mai aufgegriffen. Sie schlug vor, die Feuerwehrsatzung dahingehend zu ändern, dass Rechts- und Linksextreme sofort ausgeschlossen oder gar nicht erst aufgenommen werden können. Allerdings hatte es die Verwaltung versäumt, die geplanten Änderungen mit der Feuerwehr abzusprechen. Diese hatte in Gestalt von Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek sehr verärgert reagiert. Der oberste Feuerwehrmann der Stadt sprach von operativer Hektik und davon, dass es anmaßend sei, eine definitiv nicht existierende Nähe zwischen Feuerwehr und Extremisten zu vermuten. Nach einem erläuternden Gespräch bei einer Stadtkommando-sitzung ist der Ärger jetzt verraucht. Glücklicherweise sei Extremismus kein Thema in den Seelzer Ortsfeuerwehren, zitiert die offizielle Pressemitteilung Rosummek. „Wir möchten aber ein Zeichen setzen und hoffen, dass sich weitere Initiativen und Einrichtungen in Seelze der Resolution des Rates gegen Extremismus mit einer Selbstverpflichtung anschließen“, heißt es in der abgesprochenen Verlautbarung aus dem Rathaus weiter. Das wünscht sich auch der Bürgermeister. In der Sache habe es ja ohnehin keine Diskrepanz gegeben, sagte der Stadtbrandmeister gestern auf Nachfrage – auch wenn der Weg für seinen Geschmack etwas gerader hätte sein können.

Leinezeitung, 28.09.2010


Helfer sind 168-mal im Einsatz

Stadtfeuerwehrtag in Harenberg

VON NICOLA WEHRBEIN HARENBERG. Feuerwehrleute so weit das Auge reichte: Wer am Freitagabend durch Harenberg fuhr, begegnete mit Sicherheit einem der Brandbekämpfer. Denn die ganze Stadtfeuerwehr versammelte sich in der Mehrzweckhalle, um den jährlichen Stadtfeuerwehrtag zu begehen. „Seit mehr als zwei Jahrzehnten pflegen wir dieses gesellige Zusammentreffen aller elf Ortsfeuerwehren“, sagte Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Rainer Edlich begrüßte die Anwesenden. Einem kurzen Rückblick auf den Besuch der Feuerwehrmesse in Leipzig im Juni folgten ein paar Zahlen: Auf 443 aktive Mitglieder kommt die Feuerwehr derzeit. Im laufenden Jahr sind die Einheiten zu bislang 50 Brandeinsätzen ausgerückt. Dazu kamen 113 Hilfeleistungseinsätze, in erster Linie Verkehrsunfälle, und fünf Taucheinsätze. Bürgermeister Detlef Schallhorn sprach der Feuerwehr seinen Dank für deren unermüdliches Engagement aus und ließ den Blick augenzwinkernd in die Zukunft schweifen: „Wer weiß, vielleicht ergeben sich bald ungeahnte Perspektiven als Feuerwehr am See“, spielte er auf die Vision einer Seenlandschaft in der Leineaue an. Mit der Tauchergruppe sei der Anfang gemacht. Organisiert hatte den Stadtfeuerwehrtag in diesem Jahr der erste[zweite] Zug mit den Brandbekämpfern aus Letter, Velber, Döteberg und Harenberg. Sie hätten mit der Organisation im Vorfeld, Essen, Getränken und dem Herrichten der Räume alle Hände voll zu tun gehabt, sagte Zugführer Dieter Saborowski.

Leinezeitung, 13.09.2010


Feuerwehr kämpft mit Wechsel

Hohe Fluktuation, großer Ausbildungsbedarf - Langfristig droht Mitgliederschwund

Von Ralf Heußinger Seelze. Noch bleibt Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek gewohnt gelassen. Doch auch er weiß: In zehn oder 15 Jahren könnten deutlich weniger Feuerwehrleute als heute zur Verfügung stehen. „Ich rechne damit, dass wir ähnlich wie in anderen Städten einen Einbruch zu verzeichnen haben werden“, sagt Rosummek. Bevölkerungsschwund, demografischer Wandel – Innenminister Uwe Schünemann hat dies jetzt dazu veranlasst, gezielte Werbeaktionen für die Feuerwehr zu fordern. Vor allem Frauen und Migranten sollen stärker als bisher angesprochen werden. In Seelze ist die Zahl der aktiven Feuerwehrleute in den vergangenen Jahren sehr konstant geblieben. 448 aktive Brandbekämpfer stehen aktuell in der städtischen Statistik, 61 davon sind Frauen – die meisten in Lathwehren und Seelze. Aber: „In zehn Jahren ist mit Engpässen zu rechnen“, sagt Stadtsprecherin Martina Krapp. Aktuell gravierender ist ein anderes Problem. „Die Fluktuation ist deutlich gestiegen“, sagt Rosummek. Weniger Männer und Frauen blieben langfristig einer Feuerwehr treu. Weil gut ausgebildete Kräfte wegziehen, müssen öfter neue in Lehrgängen geschult werden. Allerdings sind immer weniger Arbeitgeber bereit, ihre Angestellten für solche Schulungen freizustellen. „Wir haben ein zunehmendes Ausbildungsproblem“, sagt Rosummek. Um die Nachwuchsarbeit zu verbessern, wurden in Dedensen, Gümmer und Harenberg Kinderfeuerwehren gegründet. Das funktioniert, mittelfristig müsse sich die Feuerwehr jedoch Gedanken über weitere Werbekampagnen machen, sagt Rosummek.

Leinezeitung, 12.08.2010


Leinewasser hilft den Fischen

THW pumpt in nächtlichem Einsatz rund zwei Millionen Litter Wasser in den Letter-See

Von Frank Walter Letter. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk haben in der Nacht zum Donnerstag mit einem massiven Einsatz ein größeres Fischsterben am Letter-See neben dem Leine-Stadion verhindert. Eine Gruppe Angler, die das Gewässer ehrenamtlich in Schuss hält, hatte am Mittwoch Alarm geschlagen und die Umweltabteilung der Stadtverwaltung informiert. Bei einem Ortstermin fand sich tatsächlich ein großer Hecht, der mutmaßlich wegen Sauerstoffmangels eingegangen war. Proben des Gesundheitsamts der Region Hannover bestätigten den niedrigen Sauerstoffgehalt im flachen Wasser. Die Hitze der vergangenen Tage hatte viel Wasser aus dem kleinen See verdunsten lassen. „Je weniger Wasser im See ist, desto stärker erwärmt es sich – und desto weniger Sauerstoff haben die Tiere zum Überleben“, sagte Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume. Anders als im August 2009, als mehr als 40 Feuerwehrleute mit ihren verhältnismäßig schwachen Pumpen über Stunden hinweg Wasser in den See befördern mussten, orderten die Verantwortlichen dieses Mal Unterstützung mit dem richtigen Equipment: Der Ortsverband Wunstorf des Technischen Hilfswerks (THW) rückte abends mit einer mächtigen Pumpe an, die während der Nacht in zehn Stunden rund zwei Millionen sauerstoffreiches Wasser über eine 300 Meter lange doppelte Schlauchleitung aus der Leine in den See beförderte. Zuvor waren noch Genehmigungen vom Wasser- und Schifffahrtsamt und von Landwirten, die auf der Wegstrecke Felder bewirtschaften, eingeholt worden. Ein baugleiches Modell der Pumpe war vom THW gerade noch beim Oder-Hochwasser in Polen eingesetzt worden. Die Rasensprenger für die nahen Sportplätze werden bis zu einer dauerhaften Wetteränderung nicht mehr aus dem See, sondern aus einem Hydranten gespeist. Die Feuerwehr schuf dafür die technischen Voraussetzungen.

Leinezeitung, 23.07.2010


Fahrzeuge der Feuerwehr besser sichtbar

Einheitlich gelbe Aufkleber vorgesehen

Von Frank Walter Seelze. Die Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet geben ihren Fahrzeugen nach und nach ein neues einheitliches Erscheinungsbild. Die großflächigen gelben Aufkleber sollen aber auch die Sichtbarkeit verbessern. Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume hat bereits die ersten positiven Erfahrungen gemacht. Bei einem nächtlichen Gefahrguteinsatz seien die reflektierenden gelben Streifen und das damit beklebte Fahrzeug deutlich besser zu sehen gewesen als andere Feuerwehrautos. "Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht." Besonders bei der Anfahrt sei es wichtig, dass die Feuerwehrfahrzeuge gut zu erkennen seien. "Das bedeutet mehr Sicherheit für uns und für andere Kraftfahrer." Auch Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek lobt die verbesserte Warnwirkung. Da aber auch der Wunsch nach einem einheitlichen Erscheinungsbild mit zur Entscheidung für die gelben Aufkleber beigetragen habe, ist es ihm wichtig zu betonen, dass die Kosten nicht aus öffentlichen Mitteln bestritten werden. Nachrüstungen passierten mit Spendengeld, bei neuen Fahrzeugen würden die gelben Streifen ohne Mehrkosten gleich mitbestellt. Wer allerdings genau hinschaut, merkt doch feine Unterschiede im neuen einheitlichen Bild: Während auf den zuletzt neu angeschafften Fahrzeugen mancher Ortsfeuerwehren neongelbe Streifen prangen, sind die Aufkleber auf den Einsatzautos der Ortsfeuerwehr Seelze gelb-orange - ein kleines Missverständnis, das aber dem Wunsch nach mehr Sicherheit keinen Abbruch tun wird.

Leinezeitung, 16.07.2010


Feuerwehr soll Bäume wässern

Von Ralf Heußinger Seelze. Die Hitze macht vielen Menschen zu schaffen, auch die Betriebshofmitarbeiter kämpfen mit den Auswirkungen der Trockenheit. Die Seelzer Stadtverwaltung hat nun die Feuerwehr um Unterstützung beim Wässern der Grünanlagen gebeten. Wie bereits im Winter wolle die Verwaltung die Situation mithilfe externer Kooperationspartner in den Griff bekommen, sagte Stadtsprecherin Silke Rese-Sussick. Damals hatte eine Gartenbaufirma der Stadt dabei geholfen, der Schneemassen Herr zu werden. Nun soll sich die Feuerwehr in Notfällen um Beete und Bäume kümmern. Die meisten Ortsfeuerwehren besitzen inzwischen Fahrzeuge mit Wassertanks und können damit die Pflanzen versorgen. Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek steht der Anfrage der Verwaltung grundsätzlich offen gegenüber und spricht von "originärer Feuerwehrarbeit". "Wenn man der Natur Hilfe leisten kann, habe ich kein Problem damit." Außerdem beuge dies auch Bränden vor. In der Vergangenheit habe die Feuerwehr bereits punktuell auf Nachfrage von Ortsbürgermeistern ausgeholfen. Nun sei zum ersten Mal eine zentrale Anfrage von der Verwaltung eingegangen, sagte Rosummek. Nach Angaben der Stadtsprecherin sind neun von 33 Betriebshofmitarbeiter derzeit im Urlaub. Die unter anderem im Winter aufgebauten Überstunden werden auf das ganze Jahr verteilt abgebaut. Politiker halten die Hilfsanfrage bei der Feuerwehr grundsätzlich für eine gute Idee. In extremen Wettersituationen wie dieser sei es richtig, sich vorübergehend externe Hilfe zu holen, sagte die SPD-Bauexpertin Martina Oellig. "Wir können uns personelle Aufstockung nicht leisten." Nach Ansicht von Helmut Roselt (CDU) müsse grundsätzlich geprüft werden, wie stark der Betriebshof ausgelastet ist.

Leinezeitung, 15.07.2010


Vorsicht beim Rauchen und Grillen

Seelze. Bei Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius steigt die Brandgefahr in Feld und Wald jeden Tag weiter. Zwar habe die Seelzer Feuerwehr noch keine entsprechenden Einsätze im Stadtgebiet gehabt, sagt Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. "Das kann jetzt aber ganz schnell gehen." In Seelze sind es weniger die Wälder, denen Gefahr droht, da die besonders feueranfälligen Nadelbäume wenig verbreitet sind. Das Hauptaugenmerk liegt vielmehr auf den Flächen an den Gleisanlagen, wo Funkenflug und heiße Bremsen fast jedes Jahr einige Brände auslösen. Rosummek sieht seine Kameraden für die heiße Saison aber gut gerüstet. Bis auf wenige Ausnahmen habe die Seelzer Feuerwehr Wassertanks in den Fahrzeugen, um Flächenbrände wirksam bekämpfen zu können. Dennoch: Wer sich derzeit im Freien aufhält, sollte besonders umsichtig sein - egal, ob beim Grillen oder als Raucher.wal

Leinezeitung, 14.07.2010


Feuerwehr demonstiert Fett-Explosion

Kolpingfamilie lässt sich Zentrale zeigen

Mitglieder der Kolpingfamilie Letter und Hausbewohner eines Mehrfamilienhauses am Dieselweg haben gemeinsam die Ortsfeuerwehr Letter am Buchenweg besucht. Nach einer Feuerwehrübung im April hatten die Bewohner Interesse an der Arbeit der Feuerwehr bekundet und um eine Besichtigung des Feuerwehrhauses gebeten. Die Gemeindemitglider hatten eine Informationsveranstaltung zum Thema Brandschutz angefragt. Nach der Begrüßung durch Letters stellvertretenden Ortsbrandmeister Thomas Landmann erfuhren die Besucher zunächst etwas über die häufigsten Brandursachen im Haushalt und wie man sich dagegen schützt. Die Erläuterungen wurden mit diversen Exponaten von unterschiedlichen Bränden verdeutlicht. Nach der Theorie folgte dann die Praxis, nach dem Feuerwehrmitglieder zunächst eine Fett-Explosion demonstriert hatten. Die Gäste durften sich auf dem Hof der Feuerwache im Umgang mit Feuerlöschern üben. Im Anschluss folgte noch eine Besichtigung der Wache sowie der Einsatzfahrzeuge. Mit einem kleinen Imbiss ging der Besuch in gemütlicher Runde zu Ende.

Leinezeitung, 03.06.2010


Übung hält Feuerwehr auf Trab

Doppelte Herausforderung für Einsatzkräfte: Erst Fliegerbombe, dann Feuer in Schule

Von Ralf Heußinger Seelze. Erst ein Bombenfund am Rangierbahnhof, dann Feueralarm im Schulzentrum: Bei einer der größten Übungen der vergangenen Jahre standen Feuerwehr und Rettungskräfte gestern Abend vor einer doppelten Herausforderung. Etwa 200 Feuerwehrleute aus allen Stadtteilen sowie die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes waren im Einsatz. Gegen 17.45 Uhr heulten die Sirenen in Seelze. Die Leitstelle hatte einen Bombenfund auf dem Rangierbahnhof gemeldet. Das Szenario der Übung sieht vor, dass sich die Feuerwehrleute zunächst auf eine Bombenentschärfung einstellen sollen. Alle Ortsfeuerwehren werden alarmiert, sie gehen an festgelegten Orten rund um Seelze in Bereitschaft. Um kurz nach 18 Uhr werden die Einsatzkräfte jedoch mit einer neuen Situation konfrontiert: Es gibt keinen Blindgänger, stattdessen wird im Schulzentrum Feueralarm gegeben. Dort ist alles vorbereitet für eine Großübung: Nebelmaschinen hüllen die Realschule in dichten Rauch und simulieren so einen Brand. Das DRK aus Garbsen hat extra zehn junge Männer und Frauen abgestellt – geschminkt mimen sie Brandopfer, die evakuiert werden müssen. Wenige Minuten später fahren Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr Seelze vor und retten die ersten Personen. Auch die anderen Ortsfeuerwehren rücken nach. Um genug Wasser zur Verfügung zu haben, müssen die Schläuche teilweise über mehrere Hundert Meter verlegt werden. Am Ende der Übung sind alle Personen gerettet. Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume zieht ein erstes Fazit: „Das ist im Kern so gelaufen, wie vorgesehen.“

Leinezeitung, 08.05.2010


Alle bestehen die Prüfung

Von Nicola Wehrbein Döteberg. Wer am Sonntag durch Döteberg gefahren ist, hat sich gewundert: Überall standen Feuerwehrfahrzeuge und liefen Einsatzkräfte herum. Der vermeintliche Großeinsatz entpuppte sich als Prüfung. 20 Teilnehmer stellten unter Beweis, was sie bei der Truppmannausbildung der Stadtfeuerwehr gelernt hatten. Die theoretische und praktische Prüfung nach vier Wochen und 58 Unterrichtsstunden markierte den Eintritt in den aktiven Feuerwehrdienst. Unter der Leitung von Regionsausbildungsleiter Detlev Köllenberger, Stadtausbildungsleiter Frank Wollny und den strengen Augen der Prüfer, gestellt von den Nachbarfeuerwehren, hieß es für die zwölf Männer und acht Frauen: Wasserentnahmestellen einrichten, Schläuche koppeln und legen, einen Löschangriff vortragen. „Zu einer Löschgruppe gehören neun Mann. Alle Aufgaben sind genau zugeteilt, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“, sagte Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Neun Mann? Inzwischen finden auch viele Frauen den Weg in die Feuerwehr, etwa Vanessa Deptuller und Laura Hiller. Für sie sind der Umgang mit Steckleitern und das Anlegen von Rettungsknoten mittlerweile leichte Übungen. „Mein Papa und meine Schwester sind auch bei der Feuerwehr“, sagte Hiller. Beinah alle Teilnehmer kamen direkt aus der Jugendfeuerwehr. Am Ende freuten sich alle über die bestandene Prüfung. Jetzt folgt die zweijährige Ausbildung in den Ortsfeuerwehren.

Leinezeitung, 26.04.2010



Letteraner feiern schon den Wonnemonat Mai

Von Uwe Kreuzer Letter. Vor dem Alten Rathaus in Letter hat der Mai schon am Sonnabend begonnen: Bei Sonnenschein und Temperaturen wie im Wonnemonat hat die freiwillige Feuerwehr den Maibaum geschmückt, Dutzende Besucher haben mit den Helfern auf dem Bürgermeister-Röber-Platz gefeiert. Der Maibaum, seit vergangenem Jahr an Ort und Stelle, bleibt nun bis Oktober geschmückt. Die Feuerwehrleute, die mithilfe der Drehleiter Wappen von Handwerk und Vereinen sowie die Krone anbrachten, freuten sich über viel Publikum. Die Besucher machten es sich bequem, lauschten dem Programm des Kirchwehrener Feuerwehrmusikzugs – der Fanfarenzug Alt-Linden musste wegen Terminproblemen passen – und genossen Bratwurst, Bier und Sonne. Der Verein Letter-fit: Miteinander – Füreinander stellte sich vor. Ortsbürgermeister Hubertus Gärtner wagte eine Fahrt mit der Drehleiter. Am Sonnabend, 11 Uhr, beginnt der Mai in Letter erneut: beim Maibockanstich am Schützenhaus.

Leinezeitung, 26.04.2010



Plane stoppt Qualm an der Wohnungstür

Die Ortsfeuerwehren in Seelze und Letter können künftig bei Wohnungsbränden auf einen neuen Ausrüstungsgegenstand zurückgreifen. Nobert Bittner, Versicherungskaufmann der VGH in Seelze und selbst Feuerwehrmann, überreichte Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume gestern zwei mobile Rauchverschlüsse. Diese Planen verhindern, angebracht im Türrahmen, dass sich Rauch und Hitze in nicht direkt vom Feuer betroffene Gebäudeteile ausdehnen. Der Schaden wird begrenzt, Evakuierungen werden erleichtert. "Das hätte uns neulich bei dem Waschmaschinenbrand in einer Wohnung in Seelze sehr helfen können", sagte Blume, der sich über die Spende freute. wal

Leinezeitung, 23.04.2010

Truppmannausbildung fast beendet -
Prüfung am Wochenende

20 angehende Feuerwehrleute haben ihre Ausbildung fast beendet: Am Wochenende übten sie noch einmal in Lohnde, am nächsten Wochenende stehen die theoretischen und praktischen Prüfungen an. Die Übungen am Lohnder Feuerwehrhaus, auf dem Schulhof und auf dem Festplatz waren durchweg praxisorientiert. Der Feuerwehrnachwuchs lernte den Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Brecheisen kennen, übte den Umgang mit Feuerwehrleitern und seilte sich vom Schlauchturm des Lohnder Feuerwehrhauses ab. Die anstrengendste Übung sah für Außenstehende nach lustigen Wasserspielen aus. Die Feuerwehrleute übten das Löschen mit sogenannten C- und B-Rohren. Die fördern bis zu 300 Liter Wasser pro Minute – deutlich mehr Druck als bei einem Gartenschlauch. So einen Schlauch minutenlang zu halten, in voller Montur und bei direkter Sonneneinstrahlung, das brachte einige der Anwärter an ihre Grenzen. Aber bis zum Wochenende ist der Muskelkater auskuriert. „Um unseren Nachwuchs müssen wir uns keine Sorgen machen“, sagte Feuerwehrsprecher Jens Köhler nach dem Übungstag.uk

Leinezeitung, 19.04.2010


Am Feuer den Winter verabschieden

Am Sonnabend blicken die Bewohner in vielen Stadtteilen zusammen auf die lodernen Flammen

Ein schöner Brauch: Am Wochenende verfolgen wohl wieder Tausende Besucher die Osterfeuer in der Region und nehmen damit gemeinsam Abschied vom Winter.[...]

Almhorst: Die Jugendfeuerwehr lädt für 18 Uhr auf den Sportplatz am Rohlanddamm ein.
Dedensen: Der Radfahrverein Schwalbe bittet für 19 Uhr zum Osterfeuer auf dem Festplatz an der Raiffeisenstraße.
Döteberg: Die Ortsfeuerwehr begrüßt ihre Gäste ab Einbruch der Dämmerung an der Verlängerung der Langen Straße in Richtung Süden. Feuerholz kann ab 10 Uhr abgegeben werden.
Gümmer: Ausrichter ist der TuS Gümmer, entzündet wird das Feuer gegen 18.30 Uhr auf dem Sportplatz am Kanal. Brennholz kann morgen und am Sonnabend bis 13 Uhr angeliefert werden.
Harenberg: Veranstalter ist die Ortsfeuerwehr, die sich ab 18 Uhr am Altfeld nahe der Gehrdener Straße über Gäste freut.
Kirchwehren: Die CDU lädt für 19 Uhr an den Feldweg, Ortsausgang Oberheide, ein. Baumschnitt wird am Sonnabend ab 9 Uhr von der Feuerwehr abgeholt.
Lathwehren: Ausrichter ist der Ortsrat, das Osterfeuer wird gegen 19 Uhr auf dem Sportplatz am Poggenhuhnweg angezündet.
Letter: Die Ortsfeuerwehr beginnt ihr Osterfeuerprogramm am Wiesenweg um 16 Uhr. Das Feuer wird gegen 19 Uhr entzündet. Am Sonnabend kann ab 9 Uhr Holz und Baumschnitt abgegeben werden. Bei den Motoballern an der Klöcknerstraße sind Gäste ab 18 Uhr gern gesehen. Grüngut wird am Sonnabend bis 13 Uhr entgegengenommen.
Lohnde: Veranstalter ist die Ortsfeuerwehr, das Feuer wird ab 18 Uhr an der Leinebrücke entzündet. Die Feuerwehrleute holen am Sonnabend Grünschnitt ab, der bis 9 Uhr gebündelt an den Straßenrand gelegt wurde. Bis 10 Uhr kann Holz am Festplatz angeliefert werden.
Seelze: Die Einwohner treffen sich um 17.30 Uhr am Alten Krug, von dort geht es im Fackelzug zum TuS Seelze (Kanalstraße), wo gegen 19 Uhr das Osterfeuer entzündet wird. Der TuS nimmt Grüngut morgen von 9 bis 16 Uhr und am Sonnabend von 9 bis 14 Uhr an. Ein weiteres Osterfeuer wird auf dem Sportplatz des RSV Seelze abgebrannt. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr.
Velber: Die Ortsfeuerwehr zündet das Feuer gegen 19 Uhr hinter der Mehrzweckhalle an. Grünschnitt bis zehn Zentimeter Durchmesser, der am Sonnabend bis 9 Uhr gebündelt an den Straßenrand gelegt wurde, sammeln die Feuerwehrleute ein. Ab 10 Uhr können die Bürger selbst am Brennplatz ihr Holz abliefern.(Artikel gekürzt)

Leinezeitung, 31.03.2010


Ortsfeuerwehren helfen tatkräftig mit

Stadtweiter Saubermachtag: Beteiligung in kleinen Stadteilen besser - 140 Feuerwehrmitglieder packen mit an

Von Uwe Kreuzer Seelze. Auf die Feuerwehren ist Verlass: Hätten die Brandbekämpfer nicht mit mehr als 100 Aktiven und fast 40 Mitgliedern der Jugend- und Kinderfeuerwehren geholfen – der Saubermachtag am Sonnabend wäre mancherorts zu einer recht tristen Veranstaltung geworden. Beispiel Harenberg: 20 Mitglieder der Aktiven und der Jugendfeuerwehr trafen sich am frühen Morgen, um die Spielplätze im Ort von Unrat zu befreien. Der Rest: magere sechs Freiwillige um Ortsbürgermeisterin Heide Ludowig. Ein ähnliches Bild in den übrigen großen Stadtteilen. Auch in Letter, Seelze und Lohnde wäre ohne die Feuerwehren nicht viel passiert. Immerhin: Vereinzelt gelang es, Vereine in die Aktion einzubinden. So putzten etwa Mitglieder des TuS Seelze unter der Tribüne in der Sporthalle des Schulzentrums. In den kleineren Stadtteilen dagegen funktioniert das Miteinander besser, wenngleich auch dort keine Massen in der Feldmark und in den Ortskernen, auf den Sportplätzen und an Bächen unterwegs waren. Aber dank der guten Koordination leisteten die Freiwilligen Beeindruckendes. 20 Lathwehrener säuberten nicht nur das Gelände um den Sportplatz, den Uferbereich der Möseke und die Gräben entlang der Kreisstraße 251, sie isolierten auch die teils morschen Fenster am Dorfgemeinschaftshaus neu. „Das funktioniert gut, die Vereine arbeiten zusammen“, sagte Ortsbürgermeister Maik Rückwardt. In Kirchwehren sammelten zwei Dutzend Erwachsene und Kinder ebenso viele Tüten Müll ein. Auch in Gümmer, Dedensen, Döteberg und Velber wurde fleißig gearbeitet, die Dörfer wurden pünktlich zum Frühjahr gründlich entmistet. Vielleicht müsse man das dörfliche Miteinander auch auf die großen Stadtteile übertragen, sagte Seelzes Ortsbürgermeister Walter Mill, SPD-Chef Alexander Masthoff etwa warb persönlich in seiner Nachbarschaft in Seelze-Süd erfolgreich um Unterstützung und reinigte mit einigen Helfern den zweiten Bauabschnitt.

Leinezeitung, 15.03.2010


Übung mit schwerem Gerät

31 Seelzer Feuerwehrleute absolvieren den zweiten Teil ihrer Grundausbildung

Von Ralf Heußinger Seelze. Eine altes Auto vom Schrottplatz diente als Versuchsobjekt: 31 Seelzer Feuerwehrleute haben am Sonnabend den zweiten Teil ihrer Grundausbildung abgeschlossen und dabei auch den Umgang mit schwerem Gerät gelernt. Mit Rettungsspreizer und -schere mussten sie ein altes Auto bearbeiten. Was zunächst durchaus nach Spaß klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Bei Verkehrsunfällen muss jeder Handgriff sitzen, die Rettungskräfte müssen verletzte Insassen schnell aus ihren Fahrzeugen befreien können. „Es geht darum, das Gerät kennenzulernen“, erläuterte Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Ein Schrotthändler stellt der Feuerwehr zu diesem Zweck ein altes Auto zur Verfügung. Die Feuerwehrleute entfernten unter anderem die Windschutzscheibe, zerschnitten die seitlichen Säulen und nahmen das Dach ab. Zur sogenannten Truppmannausbildung Teil II gehört es auch, Wasser über mehrere Hunderte Meter zu einem Brand zu befördern. Normalerweise hätten die Teilnehmer der Ausbildung ein Schlauchsystem mit Pumpen aufbauen müssen, um schließlich Wasser aus Leine oder Kanal abzuzapfen. Der Winter machte der Feuerwehr jedoch einen Strich durch die Rechnung. Weil die angrenzenden Wiesen vereist waren, verzichteten die Ausbildungsleiter auf einen großen Teil der Übung. „Das wäre sonst auch für die Kursteilnehmer zu gefährlich geworden“, sagte Feuerwehrsprecher Köhler.

Leinezeitung, 08.02.2010



Neun Frauen wollen in die aktive Feuerwehr

Ausbildung hat begonnen - 21 Teilnehmer lernen bis Anfang März

Von Ralf Heußinger Seelze. Immer mehr Frauen drängen in den aktiven Dienst der Feuerwehr. Unter den 21 angehenden Feuerwehrleuten, die am Dienstagabend in Letter ihre Ausbildung begonnen haben, sind neun Frauen – drei mehr als noch im Vorjahr. Die Nachwuchsarbeit mit Kinder- und Jugendfeuerwehren sorgt offenbar auch für eine ausgewogenere Verteilung der Geschlechter. Wie Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler sagte, steigen die Frauen überwiegend über die Nachwuchsorganisationen ein. „Das ist kein reines Jungenthema mehr“, sagte Köhler. Bis auf Döteberg und Dedensen sind alle Ortsfeuerwehren mit Teilnehmern in dem Kursus vertreten. Die jüngsten der künftigen Brandbekämpfer sind 16 Jahre alt. Drei ältere Quereinsteiger sind unter den 21 Teilnehmern der sogenannten Truppmannausbildung. Bis Anfang März lernen sie die Grundlagen der Feuerwehrarbeit: Schläuche legen, Löschen, Knoten binden, Abseilen gehören dazu. Bevor sie zur Praxis schreiten können, müssen die Ausbildungsteilnehmer Theorie pauken. Zum Auftakt am Mittwochabend lernten sie unter anderem, wie der Funkverkehr abzulaufen hat. Auch der seit vergangenem Jahr tätige Notfallseelsorger der Feuerwehr, Pastor Gerald Petzold aus Dedensen, stellte sich vor. Den vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Kursus haben die Teilnehmer schon hinter sich gebracht. Der Großteil der praktischen Übungen absolvieren die Nachwuchsfeuerwehrkräfte dieses Mal auf verschiedenen Bauernhöfen in Döteberg. Nur für die Abseil- und Löschübungen am 20. Februar treffen sie sich in der Feuerwache Lohnde. Nach bestandener Prüfung erfüllen sie dann zwei Jahre lang in den Ortsfeuerwehren ihren Dienst. Auch wenn sich die Brandbekämpfer über Zuwachs freuen, steht die Feuerwehr im Stadtgebiet gut da: „Akute Personalnot gibt es nicht“, sagte Köhler.

Leinezeitung, 04.02.2010



Uwe Preiss wird Stellvertreter seines Nachfolgers

Ortsfeuerwehr Velber und Letter wählen Funktionsträger

Von Nicola Wehrbein und Frank Walter Seelze. Auch an diesem Wochenende sind mehrere Feuerwehrabteilungen und Vereine zu ihren Hauptversammlungen zusammengekommen.

Bei der Feuerwehr Velber gab Helmut Meißenburg sein Amt als Stellvertreter von Ortsbrandmeister Ingo Roders auf. Neu gewählt wurde mit Uwe Preiss ein Altbekannter. Von 1998 bis 2003 hatte Preiss der örtlichen Feuerwehr vorgestanden, war damals aus beruflichen Gründen zurückgetreten und von Roders abgelöst worden. Großes Engagement von allen Seiten sei erforderlich, um den Zeitplan des neuen Feuerwehrhauses einzuhalten, sagte Roders. Der Innenausbau liegt in den Händen der Ortsfeuerwehr. Bis Herbst müsse der Ausbau des Erdgeschosses abgeschlossen sein. Hinzu kämen die Außenanlagen. Bis zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr im Sommer 2012 sollen dann Obergeschoss und Grünanlagen fertig sein. Von den erforderlichen 81500 Euro fehlten noch 36000 Euro, um das Gebäude in Eigenleistung fertigzustellen, erläuterte der Ortsbrandmeister.

Die Ortsfeuerwehr Letter hat gestern mit großer Mehrheit Thomas Landmann als stellvertretenden Ortsbrandmeister bestätigt. Gäste aus Rat und Verwaltung wohnten der Versammlung bei. Für Landmann ist es die vierte Amtsperiode – er ist seit 18 Jahren in dieser Funktion tätig...(Artikel gekürzt)

Leinezeitung, 25.01.2010



Sicherheit ist oberstes Gebot

Mitglieder von sechs Ortsfeuerwehren lernen den Umgang mit der Kettensäge

Von Sarah Krüger Gümmer. „Baum fällt!“, hallt es durch den gümmerschen Forst. Ein kurzes Knacken, und Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek steht stolz vor seinem ersten selbst gefällten Baum. Mitglieder von sechs Seelzer Ortsfeuerwehren haben unter der Leitung des stellvertretenden Lathwehrener Ortsbrandmeisters Thomas Brier am Sonnabend ihre Motorsägenführerscheine erworben. Außer der sicheren Handhabung der Kettensägen stand auch das zielgerichtete Fällen von Bäumen auf dem Ausbildungsplan. „Schieb? erst das Visier deines Helms runter, bevor du sägst“, erinnerte Brier den Stadtbrandmeister, als dieser begann, den gefällten Baum zu zerlegen. Spezielle Schutzkleidung ist Pflicht – mit einer Geschwindigkeit von 20 Metern pro Sekunde reißt sich die Kette durch das Holz. „Unfälle gab es bei uns bisher noch nie – nur einmal eine zerrissene Hose“, erinnerte sich Brier. Seit drei Jahren ist die Feuerwehr nach einem bundesweit gültigen Urteil verpflichtet, den Umgang mit der Motorsäge zu schulen. „Ohne diese Spezialausbildung darf man die Säge im Einsatz nicht benutzen“, erläuterte der Ausbildungsleiter. 13 ausgewählte Bäume standen den Lehrgangsteilnehmern für Übungszwecke zur Verfügung. „Die hätten eh gefällt werden müssen. Sie wachsen zu dicht nebeneinander“, sagte Brier, der sich neben seinen Feuerwehraktivitäten auch als ehrenamtlicher Feld- und Forsthüter der Stadt betätigt. Doch als Gärtner auf Privatgrundstücken wird die Feuerwehr nicht aktiv. „Wir treten nicht in Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern“, sagte Jens Köhler, Pressewart der Stadtfeuerwehr. Nur bei konkreter Gefahr greift die Feuerwehr zur Säge – im Durchschnitt bei sechs Einsätzen im Jahr. „Besonders nach dem Orkan Kyrill vor drei Jahren waren wir gefordert“, erinnerte sich Köhler. Seit der Einführung des Motorsägenführerscheins sind in acht Lehrgängen rund 100 Feuerwehrleute geschult worden – fast ein Viertel der Aktiven aus den Seelzer Ortsfeuerwehren.

Leinezeitung, 25.01.2010



Plädoyer für den Dienst in der Feuerwehr

Alexander Bieber aus Lenthe erklärt, warum sich das Engagement bei den Brandbekämpfern lohnt

Region. Ja, die Feuerwehren brauchen Nachwuchs! Und das nicht nur aus der Jugendfeuerwehr. Die Menschen haben immer weniger Zeit. Ein Ehrenamt wird oft eher als Last gesehen. Ich sehe das anders. Die Kameradschaft in der Feuerwehr ist ein tolles Erlebnis. Und seinen Freundeskreis in einem Ort zu vergrößern, ist auch eine tolle Sache. Schnell merkt man, dass andere Mitglieder ähnliche Interessen haben. Hier ein paar Informationen zum Dienst in der Feuerwehr: Die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehren sind sehr unterschiedlich. Je nach Region kommt es zu Brandbekämpfungseinsätzen, zu technischen Hilfeleistungen oder zu Tierrettungen. Auch Erste Hilfe gehört zum Aufgabenbereich. Nach einigen Probediensten wird man zur Grundausbildung angemeldet. Die Ausbildung ist regional und zu berufsfreundlichen Zeiten. Je nach Ort können die Einsatzzahlen sehr stark variieren. Im täglichen Einsatzgeschehen geht es darum, Brände zu bekämpfen, Tiere aus Notlagen zu befreien, umgestürzte Bäume zu beseitigen sowie Unfallopfer aus Fahrzeugen herauszuschneiden und zu versorgen. Neben den Einsätzen gibt es in regelmäßigen Abständen Dienste. Dort werden Einsatzsituationen simuliert und neue Geräte vorgeführt und erprobt. Für junge wie auch gereiftere Menschen ist das Klima in der freiwilligen Feuerwehr sehr förderlich. Man kann von den erfahrenen Kameraden lernen. Und die Generationen rücken näher zusammen. Für dienstliche, berufliche und private Probleme findet sich immer ein offenes Ohr. Sehr viele Berufsgruppen sind vertreten, so können sich junge Kameraden auch beruflich ein wenig orientieren. Wie in der gesamten Gesellschaft hat sich der Stellenwert von Alkohol auch in der Feuerwehr gewandelt. In den achtziger Jahren gehörte es noch dazu, nach Diensten Bier zu trinken. Heute wählen zwei Drittel eher eine Limonade. Die freiwillige Feuerwehr ist ideal für Menschen, die gern helfen und gern in der Gemeinschaft etwas schaffen. Wenn dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie Ihren Orts- oder Stadtbrandmeister an.

Leinezeitung, 14.01.2010


Ortsfeuerwehren ziehen Bilanz

99 Einsätze in Letter, 46 in Lohnde - Zahlreiche Ehrungen bei Hauptversammlungen

Von Ralf Heußinger Letter/Lohnde.
Die Arbeit als Feuerwehrmann ist abwechslungsreich: Außer einem Wohnungs- und einem Werkstattbrand mussten die Einsatzkräfte aus Letter im vergangenen Jahr unter anderem auch eine Kehrmaschine löschen, in neun Fällen Tiere retten, zweimal Wespen bekämpfen sowie im trockenen Sommer den Letter-See auffüllen. Insgesamt 99 Einsätze listeten Ortsbrandmeister Joachim Fehst und sein Stellvertreter Thomas Landmann auf der Hauptversammlung am Sonnabendabend auf: 35 Brände, 53 technische Hilfeleistungen und elf Brandwachen bei Veranstaltungen. Insgesamt waren die 47 aktiven Feuerwehrleute und 17 Mitglieder der Jugendfeuerwehr 9357 Stunden in Sachen Brandschutz unterwegs. Fehst begrüßte zudem zwei Nachwuchskräfte aus der Jugendfeuerwehr im aktiven Dienst und ehrte Sven Schefczyk für 25 Jahre Mitgliedschaft. Marco Becker wurde zum Hauptlöschmeister ernannt. Die Ortsfeuerwehr Lohnde musste mit 46 Einsätzen im Jahr 2009 nicht ganz so häufig ausrücken. Sie rühmt sich aber, die größte Feuerwehr in Seelze zu sein: 517 Mitglieder – fördernde und aktive – zählte Ortsbrandmeister Bernhard Behning. Bei der Versammlung am Sonnabend ehrte Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek für 50 Jahre Mitgliedschaft Jörg Peter Hampel, Walter Röhrbein und Reinhard Wulf. Heiner Hengstmann, Mitgründer der Jugendfeuerwehr, erhielt die Ehrennnadel der Regionsfeuerwehr. Auch die Tauchergruppe der Lohnder Feuerwehr zog Bilanz. Im Jahr 2009 musste sie zu neun Einsätzen in der ganzen Region Hannover ausrücken.

Leinezeitung, 11.01.2010


Versammlungen der Feuerwehren

Letter/Lohnde. Die freiwilligen Feuerwehren aus Letter und Lohnde eröffnen am Sonnabend, 9. Januar, den Reigen der Jahresversammlungen. Um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder aus Letter im Feuerwehrhaus am Buchenweg. Unter anderem stehen diverse Ehrungen auf der Tagesordnung. Die Ortsfeuerwehr Lohnde kommt ab 19 Uhr im Bürgerhaus zusammen. Erst tagt der Förderverein der Feuerwehr, dann die eigentliche Ortsfeuerwehr. Ein Kassenprüfer und der Jugendfeuerwehrwart müssen neu gewählt werden.rah

Leinezeitung, 07.01.2010



2009


Fehlalarmserie im Wellnessbad holt Feuerwehrleute aus dem Bett

Seelze. Gerade ist die Fehlalarmserie im Pflegeheim Letter ausgestanden, da hat die Feuerwehr mit der Therme zu kämpfen. In der Nacht zum Mittwoch mussten die Helfer bereits zum vierten Mal zum Bad ausrücken, weil Brandmelder Alarm geschlagen hatten. Es handelte sich jedoch um einen Fehlalarm, genauso wie zuvor. Am 23. Dezember etwa hatte die Meldeanlage nachmittags Alarm ausgelöst, weil Staub in den Sensor geraten war. Zusammen mit dem Thermenbetreiber ändert die Feuerwehr nun die Strategie: „Die Anlage bleibt in Betrieb, schaltet sich aber nicht mehr automatisch zur Leitstelle durch“, sagte Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume. Zunächst solle der Wachdienst der Therme prüfen, ob es tatsächlich brennt, und erst dann die Feuerwehr alarmieren. Dieses Vorgehen soll nun getestet werden. Zeitgleich will die Feuerwehr auf Fehlersuche gehen. „Die Anlage funktioniert einwandfrei. Sie muss nur angepasst werden“, sagte Sascha Tessmann von der Feuerwehr. Um die kürzlich angeschaffte Wärmebildkamera, die bei Einsätzen gute Dienste tut, endgültig abzubezahlen, erhielt die Feuerwehr 1000 Euro von der Therme.rah

Leinezeitung, 31.12.2009


Feuerwehr probt Ernstfall in Therme

Am Abend vor der Eröffnung testen etwa 100 Einsatzkräfte die Anfahrtswege zum Bad

Alfred Blume ist zufrieden: „Das macht alles einen sehr guten Eindruck“, sagt Seelzes Ortsbrandmeister. Zusammen mit seinen Kameraden von der Feuerwehr hat er in den vergangenen Wochen die Brandschutzvorrichtungen im neuen Bad begutachtet, hat die Brandmeldeanlage schon während des Einbaus in Augenschein genommen und sich mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht. Am Mittwochabend, kurz vor der Eröffnung, wurde dann der Ernstfall geprobt. Bei einer Übung testeten rund 100 Feuerwehrleute aus Seelze, Letter und Lohnde die Anfahrtswege zur Therme und übten die notwendigen Handgriffe, um im echten Notfall schnell eingreifen zu können. Während die Feuerwehr Letter über die Straße Am Wehrberg zum Schwimmbad fährt, rücken die anderen Feuerwehren über die Grand-Couronne-Allee vor. Blumes Einschätzung zufolge klappte die Übung gut: „„Wir sind auf das Szenario vorbereitet“, sagte er. Lobende Worte fand der Ortsbrandmeister auch für die Anordnung der Fluchtwege und die Brandmeldeanlage. Eingeschaltet wurde die Anlage allerdings erst gestern Morgen, wenige Minuten nach der Eröffnung.rah

Leinezeitung, 18.12.2009

Neuer Weg bei Notfallseelsorge

Stadtkommandositzung, Jahresabschluss und Weihnachtsfeier der Feuerwehr: Es gab gleich drei gute Gründe für die rund 40 Funktionsträger aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung, am Freitagabend in Harenberg zusammenzukommen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorstellung des neuen Fachberaters für Notfallseelsorge. Der Dedenser Pastor Gerald Petzold hat diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Während in Wunstorf bereits ein System mit hauptamtlichen Notfallseelsorgern etabliert ist, stehen den Seelzer Feuerwehren bislang bei Bedarf die Ortspastoren zur Seite. Selbstverständlich sei die Kirche vor Ort weiterhin Ansprechpartner, sagte Petzold. Er wolle eher im Hintergrund wirken: „Ich möchte beim Aufbau eines Notfallseelsorgesystems helfen, Erfahrungen aus dem Bereich Wunstorf weitergeben und komme natürlich auf Anfrage gern zu den Feuerwehren“, sagte er. „Wenn das Leben an Grenzen stößt“ – mit diesen Worten begann Petzold seinen Vortrag über die Notfallseelsorge. In den meisten Fällen müssten Angehörige begleitet werden, sagte er. Das Überbringen einer Todesnachricht gehöre dazu. Aber auch bei großen Unfällen und Katastrophen würden selbstverständlich Seelsorger hinzugezogen. Mit Blick auf die große Zahl an Unfällen auf der nahen Autobahn 2 betonte Petzold, ein Seelsorger müsse nicht nur Angehörige und Opfer betreuen, sondern sich auch um die Einsatzkräfte kümmern. Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek überreichte Petzold die offizielle Ernennungsurkunde der Stadt Seelze. Petzold sei aufgrund seiner Fachkompetenz eine Bereicherung für die Feuerwehr, sagte Rosummek.

Leinezeitung, 30.11.2009

Ausbildung soll besser werden

Berenbostel. „Wir können die Einsatzkräfte von heute nicht mit den Mitteln von gestern auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten“, hat Jörg Schallhorn am Sonnabend bei der Dienstbesprechung der Regionsfeuerwehr gesagt. Die etwa 330 Funktionsträger in der Berenbosteler Rudolf-Harbig-Halle haben den Worten des Landesbranddirektors nur zu gern zugestimmt. „Es ist wichtig, gut ausgebildete und gut funktionierende Feuerwehren in allen Kommunen zu haben“, sagte die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde bei ihrer kurzen Begrüßung. Um das auch in Zukunft zu gewährleisten, plant das niedersächsische Innenministerium die Einrichtung einer Akademie für Brand- und Katastrophenschutz. Das Trainingszentrum soll auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in Celle, der Kaserne Scheuen, entstehen. Brandhäuser und Bahnanlagen sollen eine möglichst realistische Ausbildung ermöglichen. „Eine Grundfinanzierung wäre mit der Feuerschutzsteuer möglich“, sagte Schallhorn. Die „Sicherstellung des Brandschutzes unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels in Niedersachsen“ ist ein weiteres Projekt des Innenministeriums und des Landesfeuerwehrverbandes, über das der Landesbranddirektor die Führungskräfte informierte. Arbeitsschwerpunkte seien außer der Förderung des Ehrenamtes auch die Nachwuchsgewinnung und die Integration. In den derzeit 211 freiwilligen Feuerwehren der Region stellen rund 10?000 Aktive den Brandschutz sicher. „Durch das schnelle und umsichtige Eingreifen unserer Feuerwehren wurde auch in den vergangenen Monaten erheblicher Schaden an Leib und Leben unserer Mitbürger verhindert“, sagte der Regionsbrandmeister Bernd Keitel. „Darauf können wir stolz sein.“ Außer dem Regionsausbildungsleiter Detlev Köllenberg und dem Regionssicherheitsbeauftragten Udo Reiche gab auch der Regionsnotfallseelsorger Friedrich Kanjahn einen Einblick in seine Arbeit. „Die Verbesserung der Ausbildung von Notfallseelsorgern und die Erarbeitung eines Konzeptes für die Nachbesprechung mit Feuerwehrleuten nach psychisch belastenden Einsätzen, sind unsere Herausforderungen für das Jahr 2010“, sagte der Pastor aus Dollbergen.

Leinezeitung, 23.11.2009

Ortsfeuerwehren prüfen die Hydranten

Die Feuerwehren Letter und Kirchwehren überprüfen am Sonnabend, 7. November, die Hydranten un machen sie winterfest. Dadurch kann es kurzzeitig zu Eintrübungen des Leitungswassers kommen. Autofahrer sollten nicht vor Hydranten parken. wal

Leinezeitung, 05.11.2009

Feuerwehr meistert Großübung

Von Uwe Kreuzer
Großeinsatz im Stadtzentrum: Mit einem realistischen Szenario hat die Ortsfeuerwehr Seelze am Mittwochabend gemeinsam mit anderen Rettungskräften die Evakuierung des Pflegeheims am Alten Krug geübt. Um 18.40 Uhr schreckt Sirenengeheul die Seelzer auf. Auch routinierte Feuerwehrleute geraten in Hektik: Die Leitstelle meldet einen Brand im Obergeschoss des Seniorenpflegeheims. Eine Übung – aber das wissen die Helfer nicht. Binnen Minuten ist die Ortsfeuerwehr am Einsatzort und bereitet die Evakuierung vor. 85 Pflegebedürftige und das Personal müssen im Ernstfall gerettet werden. Feuerwehrleute mit schweren Schutzjacken und Atemschutzgeräten stürmen in das Gebäude. Die Drehleiter mit Rettungskorb erreicht problemlos den Balkon des Heims. Währenddessen riegeln Polizei und Feuerwehr Almhorst die Hannoversche Straße ab. Immer mehr Helfer treffen ein: Die Feuerwehr Garbsen postiert eine Drehleiter und Löschfahrzeuge hinter dem Gebäude. Millimeterarbeit ist gefragt, um die schweren Autos durch den Garten zu manövrieren. „Es zahlt sich aus, dass wir hier regelmäßig die Anfahrt üben“, sagt Einsatzleiter Alfred Blume. Dann kann die Honeywell-Werkfeuerwehr ihren Hubsteiger an der Seite des Heims postieren, um mit dem Löschangriff zu beginnen. Wasser fließt nicht: Inzwischen wissen alle, dass sie an einer Übung teilnehmen, arbeiten aber konzentriert weiter. Die Einsatzgruppe des DRK Neustadt-Garbsen baut ein Zelt zur Versorgung Evakuierter auf, weitere DRK-Helfer nehmen die ersten der zehn Mimen in Empfang, die gerettete Heimbewohner darstellen. Das Technische Hilfswerk rückt mit Beleuchtung an, die Feuerwehr Letter legt die Wasserversorgungsleitung. Zwar sind die Flure nicht verqualmt, der Strom ist nicht ausgefallen, aber auch im Gebäude gestaltet sich die Übung realistisch. „Kaum ein Bewohner kann laufen“, sagt Heimleiterin Ingrid Kettner. Das simulieren die Mimen perfekt. Helfer müssen sie auf Rettungstüchern und Stühlen über Treppen und mühsam in Rettungskörbe hieven – mit schwerer Ausrüstung ein Knochenjob. Blume zeigt sich nach der einstündigen Übung zufrieden: „Die Zusammenarbeit hat gut geklappt. Es zahlt sich aus, dass wir mit dem Pflegeheim in ständigem Kontakt stehen.“ So funktionieren auch vermeintliche Kleinigkeiten wie die Übergabe der Medikamentenverordnung für die Heimbewohner gut. „Unsere Mitarbeiter haben das verinnerlicht“, sagt Kettner. „Wir sind der Feuerwehr dankbar für das große Engagement und die gute Zusammenarbeit.“ 130 Helfer waren am Mittwochabend im Einsatz. Im Ernstfall wären es bis zu 400.

Leinezeitung, 30.10.2009

Kinder in Letter und Gümmer gehen mit Laternen

Die Ortsfeuerwehren Letter und Gümmer laden für Freitag, 30. Oktober, zu Laternenumzügen ein. Die Teilnehmer treffen sich in Letter um 18 Uhr vor der Feuerwache am Buchenweg. Der Feuerwehrmusikzug Harenberg und der Fanfarenzug aus Alt-Linden machen Musik, die Feuerwehr und die Schützengesellschaft bewirten die Familien im Anschluss am Lagerfeuer. Der Umzug in Gümmer beginnt um 18 Uhr, die Teilnehmer sammeln sich ab 17.30 Uhr vor der Feuerwache, Frankenstraße. Der Musikzug Velber spielt, danach gibt es Spiele sowie Essen und Getränke.uk

Leinezeitung, 29.10.2009

Feuerwehr übt Löscheinsatz im Altenheim

Allerorts Sirenengeheul und zuckende Blaulichter von Dutzenden Feuerwehrfahrzeugen: Wer gestern Abend durchs Seelzer Zentrum kam, musste vom Schlimmsten ausgehen. Die Ursache für den Großalarm war jedoch harmlos: Die Feuerwehr Seelze übte mit Unterstützung aus anderen Ortschaften den Löscheinsatz im Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt. Um 18.40 Uhr kam die Meldung über die Rettungsleitstelle der Region, dass im zweiten und dritten Obergeschoss der Einrichtung ein Feuer ausgebrochen sei. Rund 150 Rettungskräfte aus Seelze, Letter, Almhorst, Garbsen, Wunstorf und Neustadt eilten zum Heim am Alten Krug, um die Bewohner zu evakuieren und den angeblichen Brand zu löschen. Während der rund zweistündigen Übung blieb die Hannoversche Straße in der Seelzer Ortsmitte gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet. wal

Leinezeitung, 29.10.2009

Einsätze sollen teurer werden

Stadt will mehr Geld für Feuerwehren - Längst nicht jeder Verursacher erhält Rechnung

Von Frank Walter
Die Stadtverwaltung will Verursacher von Feuerwehreinsätzen künftig stärker zur Kasse bitten. Eine Preisanhebung bei den Personal-, Fahrzeug- und Gerätekosten sei dringend erforderlich, um die entstehenden Ausgaben zumindest teilweise gegenfinanzieren zu können, heißt es in der entsprechenden Vorlage für den Rat der Stadt. Die Verwaltung begründet ihren Plan unter anderem mit gestiegenen Preisen für Fahrzeugunterhaltung und Treibstoff. Längst nicht jeder, der die Feuerwehr um Hilfe bittet, muss dafür auch bezahlen. Kostenfrei sind laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz grundsätzlich Einsätze bei Bränden, bei Notständen durch Naturereignisse sowie bei Hilfeleistungen zur Rettung von Menschen aus akuter Lebensgefahr. Wer dagegen mit einer brennenden Zigarette einschläft oder eine Brandmeldeanlage, die ständig Fehlalarme verursacht, nicht regelmäßig warten lässt, muss damit rechnen, dass die Stadtverwaltung ihm eine Rechnung schreibt. „Grundsätzlich passiert das bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit“, sagt Stadtsprecherin Martina Krapp. Etwa bei jedem dritten Einsatz verlangt die Stadt Kostenersatz – kostendeckend ist der Brandschutz für die Kommune als zuständige Behörde damit aber nicht. Laut Krapp schlagen die für 2009 angesetzten laufenden Kosten der Feuerwehren mit 470000 Euro zu Buche. Hinzu kommen 150000 Euro für Investitionen in Fahrzeuge, Gebäude und Geräte. Dagegen nehmen sich die geplanten Einnahmen mit 108000 Euro bescheiden aus. Durch die geplante Anhebung der Gebührensätze will die Stadtverwaltung im nächsten Jahr rund 7000 Euro mehr einnehmen. In einer Tarifliste sind die einzelnen Positionen minutiös aufgelistet. So sollen Feuerwehrleute künftig mit jeweils 18 Euro pro halbe Stunde berechnet werden, bislang sind 15 Euro fällig. Die Kosten für kleinere Löschfahrzeuge sollen von 28 auf 40 Euro steigen, für die Drehleiter von 120 auf 140 Euro. Wespennester entfernen die Feuerwehren demnach künftig für 100 statt 90 Euro. Ist dabei der Einsatz der Drehleiter nötig, kostet dieser aber schon 220 Euro (bislang 200). Der Ordnungsausschuss diskutiert morgen ab 17.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Rathaus, Raum E 21, über die geplanten Änderungen.

Leinezeitung, 27.10.2009

Heim lädt die Feuerwehr ein

Ganze zwölf Mal musste die Feuerwehr im vergangenen Vierteljahr zu Fehlalarmen im neuen Pflegeheim in Letter ausrücken. Als kleine Entschädigung hat die Leiterin Andrea Linder die Einsatzkräfte nun zum ersten Bewohnerfest heute Nachmittag ab 15 Uhr eingeladen. „Wir möchten uns damit für ihre Mühe, ihren Einsatz und ihre stete Freundlichkeit bedanken“, teilte Linder mit. Der letzte Fehlalarm datierte von Mittwoch, 9. September. Im Anschluss wollte das Heim alle 300 Brandmelder im Haus austauschen lassen. Seitdem schlug kein Feuermelder mehr an.rah

Leinezeitung, 24.09.2009

Polizei: Feuer bei Moll war wohl Brandstiftung

Ermittler prüfen Zusammenhänge mit Boehringer-Protest

Von Frank Walter
Überraschende Wendung im Brandfall Moll: Das Feuer, das in der Nacht zum 18. August einen Kühltransporter und Teile der Fassade der Fleischerei an der Uferstraße zerstörte, geht vermutlich doch auf Brandstiftung zurück. Die Polizei prüft Zusammenhänge mit einer ganzen Reihe von Aktionen radikaler Tierschützer, die gegen die geplante Ansiedlung eines Versuchslabors der Firma Boehringer in Hannover protestieren. Wie die Polizeidirektion Hannover gestern mitteilte, habe sich aktuell ein Zeuge gemeldet, der zum Zeitpunkt des Feuers – gegen 3.10 Uhr in der Nacht – zwei Gestalten in unmittelbarer Nähe des Brandorts gesehen haben will. Bislang hatte die Polizei einen technischen Defekt als wahrscheinliche Ursache angesehen. Das Feuer war im vorderen Bereich des Firmenwagens ausgebrochen und hatte auch die Außenwand des Produktionsgebäudes in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden wird auf etwa 45?000 Euro geschätzt. Die Polizei hat laut eines Sprechers zwar bislang keine konkreten Hinweise, dass radikale Tierversuchsgegner für den Brand verantwortlich sind. Von der Hand zu weisen sei dies aber auch nicht. Die Boehringer-Gegner werden mittlerweile für eine ganze Reihe von Taten verantwortlich gemacht – unter anderem wurden mehrere Fleischereien in Hannover mit Farbe beschmiert. In der Nacht zu gestern brannte in Langenhagen zudem ein weiteres Lieferfahrzeug für Tiefkühlwaren aus, die Flammen griffen auch auf ein nahes Gebäude über. Auch in diesem Fall geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Ermittler suchen jetzt dringend weitere Zeugen für den Brand in Letter. Insbesondere wer Hinweise auf die beiden Verdächtigen geben kann, sollte die Kriminalpolizei unter Telefon (0511) 1095555 anrufen.

Leinezeitung, 12.09.2009

Fruchtfliegen lösen Fehlalarm im Heim aus

Firma baut Brandmelder um - Stadt stellt Einsätze in Rechnung

Von Ralf Heußinger
Die Fehlalarmserie im Pflegeheim in Letter ist zumindest teilweise durch Fruchtfliegen ausgelöst worden. Zu diesem Ergebnis kommt die für die Brandmeldeanlage zuständige Fachfirma Total Walther GmbH. In der Messkammer des Melders, der am Mittwochabend ausgelöst hat, sei ein solches Insekt identifiziert worden, teilte Sven Nörenberg von der Feuerschutzfirma mit. Denkbar sei, dass die Insekten auch für weitere der insgesamt acht Alarmierungen seit Anfang Juni verantwortlich sind. „Es ist möglich, dass Fruchtfliegen der Grund für die Alarmierungen sind“, sagte Nörenberg. Die Melder sollen nun mit einem speziellen Gitter versehen werden. Fremdkörper sollen so ausgeschlossen bleiben. Nörenberg zufolge kontrollieren seine Mitarbeiter mehr als 200 Melder im Heim. Die zwei Brandmelder, die vermutlich auf Wasserdampf in der Küche reagierten, wurden mit weiteren Meldern gekoppelt. Erst wenn beide anschlagen, wird Alarm ausgelöst. Die Stadt Seelze hat dem Heim inzwischen die Kosten für sieben Fehlalarme in Rechnung gestellt. „Wir gehen davon aus, dass die Anlage schuldhaft ausgelöst wurde, solange uns nichts Gegenteiliges nachgewiesen ist“, sagte Stadtsprecherin Martina Krapp. Wie hoch die Rechnung ausfällt, wollte Krapp nicht sagen. Sie bestätigte lediglich, dass pro Einsatz eine vierstellige Summe anfalle. Nörenberg betonte, die eingebauten Melder seien zertifiziert. Die Abnahme der ganzen Anlage vor der Eröffnung des Heimes habe keine Mängel ergeben.

Leinezeitung, 04.09.2009

Fehlalarmserie bleibt ein Rätsel

Ursache noch unklar - Wartungsfirma soll die Brandmelder im Pflegeheim überprüfen

Von Ralf Heussinger
Feuerwehr und Betreiber sind ratlos: Immer wieder löst die Brandmeldeanlage im neuen Pflegeheim in Letter aus – ohne ersichtlichen Grund. Der Höhepunkt: Am Montagnachmittag mussten die Brandbekämpfer sogar zweimal innerhalb einer Stunde ausrücken. Seit Eröffnung des Heimes Anfang Juni gab es damit siebenmal Fehlalarm. „Das ist zweifellos eine völlig unschöne Situation“, sagte Seelzes Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek. „Die Häufung ist wirklich außergewöhnlich.“ Nach dem zweiten Alarm am Montag habe er dem Heim selbst einen Besuch abgestattet und darauf bestanden, dass die Anlage genauer untersucht wird. Schließlich wird bei einem Alarm im Pflegeheim ein Großaufgebot der Feuerwehr losgeschickt. Die Brandbekämpfer aus Seelze, Letter, Velber, Harenberg und Döteberg machen sich auf den Weg. Bis zu zehn Fahrzeuge und 60 Feuerwehrleute sind im Einsatz. „Man muss immer von einem Ernstfall ausgehen“, sagte Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Die Alarmierungen seien immer von verschiedenen Meldern ausgelöst worden, laut Köhler unter anderem aus der Küche, einer Umkleide und einem Wohnzimmer. „Man weiß nicht genau, wo der Fehler liegt“, sagte er. Die Direktorin des Kursana-Heims, Andrea Linder, hat die für die Brandmeldeanlage zuständige Firma informiert. Linder hofft, dass diese den Fehler schnell findet. Auch für die Angestellten sei die Situation unzumutbar. „Meine Mitarbeiter sind fix und fertig“, sagte Linder. Ein Alarm sei jedes Mal eine extreme Stresssituation. „Wir sind überhaupt nicht zufrieden mit der Situation.“ Angeblich kostet ein Einsatz wie am Montag eine vierstellige Summe. Die Stadt übernimmt die Kosten, die auch wegen des Arbeitsausfalls der Einsatzkräfte zustande kommen. Bei einem Verschulden des Heimes oder der Wartungsfirma könnte sich die Stadt das Geld unter Umständen zurückholen.

Leinezeitung, 01.09.2009


Feuerwehr füllt Teich mit Wasser

Zwei Millionen Liter aus der Leine

Von Ralf Heussinger und Bernhard Herrmann
Im Zeichen des Naturschutzes stand ein neunstündiger Einsatz der Feuerwehr am Sonnabend. 41 Feuerwehrleute aus Letter, Almhorst, Döteberg, Harenberg, Lohnde und Velber pumpten Wasser in den Letter-See hinter dem Leinestadion. Wegen der langen Trockenheit war der Wasserspiegel des künstlichen Teichs stark gesunken. Wie Feuerwehrsprecher Jens Köhler berichtete, hatte die Stadt die Einsatzkräfte beauftragt. „Der Wasserspiegel war so weit abgesunken, dass Fische in dem Feuchtbiotop gefährdet waren“, sagte Köhler. Der Naturschutzbeauftragte Willi Raabe sagte, der See sei kurz vor dem Umkippen gewesen. Die Feuerwehrleute pumpten rund 2,16 Millionen Liter Wasser aus der Leine in den See. Laut Köhler stieg der Wasserspiegel etwa um 30 Zentimeter an. Das Wasser des Sees wird von der SG Letter zum Wässern der Sportplätze genutzt. Der stellvertretende Vorsitzende Klaus Günther sagte, die Entnahme sei zwischenzeitlich wegen der Trockenheit eingestellt gewesen. Naturschützer Raabe sagte, man müsse über Grenzen bei der Entnahme sprechen.

Leinezeitung, 31.08.2009


STADTFEUERWEHRTAG

Pastor wird Notfallseelsorger

Beim Stadtfeuerwehrtag haben Seelzes Feuerwehrleute am Freitagabend unter anderem eine Bilanz des ersten Halbjahres 2009 gezogen. 51 Brand- und 108 Hilfseinsätze mussten die Ortsfeuerwehren bewältigen, berichtete Feuerwehrsprecher Jens Köhler. Stadtbrandmeister Jürgen Rosummek konnte verschiedene Neuigkeiten verkünden. So wird künftig Pastor Gerald Petzold aus Dedensen als Fachberater Notfallseelsorge Feuerwehrmitglieder nach schweren Einsätzen betreuen. Die Ortsfeuerwehr Döteberg konnte in der vergangenen Woche ihr neues Fahrzeug in Empfang nehmen. Die Feuerwehr will zum Deutschen Feuerwehrtag in Leipzig im Juni 2010 zudem in Seelzes Partnerstadt Schkeuditz fahren und die Partnerschaft neu beleben. rah

Leinezeitung, 31.08.2009